Mi, 19. September 2018

Nach Unfall im Garten:

13.08.2018 08:00

So nähten Salzburger Ärzte den Arm wieder an

Es sind gute Nachrichten, die aus dem Salzburger Unfallkrankenhaus kommen, wohin eine Oberösterreicherin (56) eingeliefert worden war, die sich mit einer Kettensäge den linken Arm abgetrennt hatte. Die Operation ist geglückt, der Arm wurde replantiert (siehe Fünf-Stunden-OP: Abgetrennter Arm wieder angenäht). Im UKH betreut Micha Kucharczyk die 56-jährige. Er glaubt, dass sie Arm und Hand wieder verwenden können wird.

Wie verlief die OP?
Aus derzeitiger Sicht sehr positiv. Es kann natürlich noch etwas passieren, aber die Replantation ist geglückt und wir sind sehr zufrieden.

Wie lange dauerte der Eingriff?
Knapp fünf Stunden, vier Operateure waren im Einsatz. Die Knochen wurden verschraubt und verplattet, die Gefäße und Nerven zusammengefügt.

Wenn man bedenkt, dass eine Kettensäge keinen glatten Schnitt verursacht, ging die OP schnell.
Das ist auch der perfekten Rettungskette zu verdanken.

Wenn alles gut geht, kann die Patientin mit einer vollständigen Genesung rechnen?
Die Patientin muss sich auf einen monatelangen Weg einstellen. Die Nerven werden nie ganz wiederhergestellt werden können, damit ist das Hautgefühl sicher eingeschränkt.

Dass die Greiffunktion erhalten bleibt, ist möglich?
Wir sind optimistisch, dass Arm und Hand wieder einsetzbar sind und im Alltag auch benutzt werden. Aber wir sind am Anfang des Weges.

Markus Schütz
Markus Schütz

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