Eishockey-Liga

Graz, KAC und Salzburg mit Heimsiegen

Sport
11.12.2009 22:16
Die 31. Runde der österreichischen Eishockey-Liga hat durchwegs Heimsiege gebracht. Tabellenführer Graz mit dem 5:1 gegen Nachzügler Laibach und Meister KAC mit dem 4:1 gegen Zagreb setzten sich am Freitag jeweils klar durch, während Vizemeister Salzburg beim 5:4 nach Verlängerung gegen Szekesfehervar und Schlusslicht Jesenice beim überraschenden 5:3 über den Tabellendritten Linz härter zu kämpfen hatten.

Graz führt die Tabelle weiter drei Zähler vor den Capitals, die bereits am Donnerstag gegen Villach 4:2 gewannen, an. Salzburg rückte mit dem Sieg auf Platz vier vor und liegt nur mehr zwei Punkte hinter den Black Wings aus Linz.

Graz 99ers - Laibach 5:1 (2:0, 1:1, 2:0)
Tabellenführer Graz hat nach zuletzt drei Niederlagen wieder auf die Siegerstraße zurückgefunden. Die Steirer besiegten Nachzügler Laibach mit 5:1 und liegen damit in der Tabelle weiterhin drei Punkte vor den Vienna Capitals. Die Slowenen sind in Graz seit Februar 2008 sieglos.

Zwei Überzahltore von Topscorer Eric Healey (8., 14.) leiteten den erfolgreichen, aber glanzlosen Abend für die Steirer ein. David Cullen erhöhte vor 1.000 Zuschauern in der 28. Minute ebenfalls im Powerplay auf 3:0. Banham gelang fünf Minuten später mit einem Tor in Unterzahl der Anschlusstreffer. Siebeneinhalb Minuten vor dem Ende sorgte Lindgren für die Entscheidung, ehe Markus Peintner in der 57. Minute den Endstand herstellte.

Red Bull Salzburg - Szekesfehervar 5:4 n.V. (1:0, 2:2, 1:2 - 1:0)
Vizemeister Salzburg hat sich gegen Tabellennachbar Szekesfehervar einen knappen 5:4-Heimsieg nach Verlängerung erkämpft. Die Gastgeber feierten den dritten Sieg infolge und verbesserten sich auf den vierten Tabellenplatz. 

Toptorschütze Mike Siklenka sorgte in der siebten Minuten mit seinem 17. Saisontreffer für die Führung der Salzburger. Ryan Duncan (23.) und Topscorer Thomas Koch (32.) erhöhten, ehe kurz darauf Vas und Tokaji in der Schlussminute des Mitteldrittels auf 2:3 verkürzten. Die Ungarn legten gleich zu Beginn des Schlussabschnitts nach. Fekete (42.) und Bornhammar (47./PP) brachten die Gäste erstmals in Führung. Manuel Latusa glich eineinhalb Minuten später aber wieder aus.

In den verbleibenden zwölf Minuten der regulären Spielzeit gelang es keinem Team, die Entscheidung herbeizuführen. Teamstürmer Koch erlöste die Salzburger dann mit einem Alleingang in der ersten Minute der Verlängerung.

Jesenice - Linz 5:3 (0:0, 1:1, 4:2)
Der Tabellendritte Linz hat ausgerechnet bei Schlusslicht Jesenice eine herbe 3:5-Schlappe erlitten. Für die Oberösterreicher war es bereits die sechste Niederlage in Folge, die Slowenen jubelten zum zweiten Mal en suite und dürfen weiter mit der Play-off-Teilnahme spekulieren. Die Black Wings hatten das Spiel zwar über weite Strecken im Griff, gaben es aber schließlich mit zu vielen Strafen leichtfertig aus der Hand.

Nach einem torlosen ersten Drittel brachte Leahy die Gäste in der 24. Minute zwar plangemäß mit 1:0 in Führung, die zuvor vergebenen Chancen rächten sich allerdings schon fünf Minuten später: Jesenice gelang dank Robar in Unterzahl der Ausgleich. Dennoch erwischten die Linzer auch im Schlussabschnitt den besseren Start, Philipp Lukas erhöhte auf 2:1 (43.).

Mit zahlreichen Strafen brachten sich die Black Wings aber in völlig unnötige Probleme. Nach einer Matchstrafe für Shearer im zweiten Drittel war schließlich auch noch für Matthiasson und Bronilla die Partie vorzeitig zu Ende. Kovacevic (46./PP), Makrow (55./PP) und Sabolic (56.) drehten die Partie innerhalb von zehn Minuten, Leahys zweiter Treffer an diesem Abend zum 3:4 (58.) kam zu spät. Nachdem Linz-Goalie Westlund vom Eis gegangen war, jagte Dück in der Schlussminute den Puck zum Endstand ins leere Tor.

KAC - Zagreb 4:1 (2:0, 1:1, 1:0)
Der KAC hat sich nach der 2:6-Schlappe im Derby gegen den VSV mit einem 4:1-Erfolg über Zagreb den Frust von der Seele geschossen. In der 31. Runde feierte der Meister vor 3.800 Zuschauern einen Erfolg, der nie in Gefahr war.

Beide Teams fanden in einer flotten Partie nur schwer ins Spiel, die Gäste konzentrierten sich vor allem auf die Defensive. Der KAC, bei dem Verteidiger Johannes Reichel nach sechswöchiger Verletzungspause wieder zum Zug kam, zeigte sich weniger nervös als in den vergangenen Partien und ging durch Kalt (7.) und Schellander (18.) mit einer 2:0-Führung in die erste Drittelpause. Schellander war es, der in der 37. Minute neuerlich traf, nachdem zwischenzeitlich Hecimovic der Anschlusstreffer gelungen war (21./PP).

Jason Morgan machte in seinem ersten Spiel für die Klagenfurter zwar kein Tor, hinterließ aber einen starken Eindruck. Der vierte Treffer des KAC in der 44. Minute durch Tory bedeutete die Vorentscheidung, schon zuvor hatte Zagreb harmlos und zu müde gewirkt, um noch die Trendwende herbeizuführen.

Vienna Capitals - VSV 4:2 (2:0, 1:1, 1:1)
Die Vienna Capitals schwimmen weiter auf der Erfolgswelle. Am Donnerstagabend feierten die Wiener im einen 4:2-Erfolg gegen Villach. Der Sieg war bereits der sechste in Serie für die Wiener.

Die Villacher verschliefen das Anfangsdrittel komplett und überließen den Capitals das Feld. Innerhalb von 62 Sekunden schlugen die Wiener schließlich zu. Eine 1:44 Minuten dauernde 5:3-Überzahl nutzten sie, um zweimal zu scoren. Francois Bouchard (8./PP) und Peter Casparsson (9./PP) brachten die Capitals mit 2:0 in Führung. Erst im Mitteldrittel wachte Villach auf und verteidigte besser. Benjamin Petrik (28.) verkürzte, Anton Tino Teppert (35.) stellte allerdings den Zwei-Tore-Vorsprung bald wieder her.

Im Schlussabschnitt beschränkten sich die Hausherren weitgehend darauf, das Spiel zu verwalten. Als Mickey Elick (56./PP) den VSV in Überzahl noch einmal heranbrachte, war das Spiel nur wenige Augenblicke lang spannend. Nur 22 Sekunden später sorgte nämlich Kevin Kraxner (56.) für die Entscheidung und den 4:2-Endstand.

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