Salzburg-Neuzugang Zlatko Junuzovic hatte sich aufs erste Duell mit Ex-Klub Austria nach seinem sechseinhalbjährigen Deutschland-Abenteuer gefreut. Die Fans der Veilchen dagegen nicht. „Mit dem Wechsel unser Trikot entehrt. Als Spieler und Mensch für uns nichts mehr wert! Gruppo Anti Junuzovic!“, schrieben sie auf einem Spruchband. Damit nicht genug, gab es immer wieder Schmähgesänge gegen den 30-jährigen.
Dankbarkeit scheint im Fußball immer mehr ein Fremdwort zu werden. Dabei hatte sich Junuzovic, der in 112 Pflichtspielen für die Veilchen 66 Scorerpunkte erzielte, nie etwas zu Schulden kommen lassen. „Ich kann nur positiv von der Austria reden, hatte dort eine super Zeit, bin dem Verein sehr dankbar“, versuchte der Routinier zu kalmieren. Und brachte sogar Verständnis für den violetten Anhang auf. „Es ist sicher eine Art der Enttäuschung, vielleicht auch ein bisschen nachvollziehbar. Ich bin deshalb nicht sauer oder enttäuscht. Von meiner Seite gibt’s keinen Groll.“
Junuzovic bereitete gestern mit seinem Assist das Tor von Munas Dabbur vor und zeigte auch nach dem Spiel mit seinen Aussagen wahre Größe. Die wäre hin und wieder auch in manchen Fanlagern gefragt.
Kronen Zeitung
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