Do, 16. August 2018

30.000-Volt-Leitung

12.07.2018 06:15

Zwei Kinder weinen nach Stromunfall um Vater

Zwei kleine Kinder und seine Ehefrau hinterlässt jener Kraftfahrer (35) aus Enzenkirchen, der bei einem Stromunfall im oberösterreichischen Rainbach im Innkreis ums Leben kam. Er hatte mit einem Förderband seines Betonmischers eine Stromleitung berührt und starb im Klinikum Passau an seinen schweren Verletzungen.

„Er war ein fleißiger Arbeiter, hat sich alles selbst aufgebaut. Vor ein paar Jahren hat er mit seiner Familie bei uns im Ort ein Haus gebaut. Eine schreckliche Geschichte“, ist Franz Hochegger, Bürgermeister von Enzenkirchen, geschockt über den Tod des 35-jährigen Christoph Z. Der junge Familienvater hinterlässt seine Frau und die beiden Kleinkinder: „Ich werde in den nächsten Tagen die Familie besuchen und schauen, ob wir von der Gemeinde aus irgendwie helfen können“, so Hochegger betroffen.

Betonmischer geriet in Stromleitung
Der bei einer örtlichen Baufirma angestellte Innviertler war, wie berichtet, am Dienstag mit seinem Betonmischer nahe einer Baustelle stehen geblieben, um das Förderband des Fahrzeugs zu waschen. Beim Zurückklappen berührte das Band die 30.000-Volt-Leitung oberhalb des Fahrzeugs - der 35-Jährige erlitt einen Stromschlag. Weil erst ein Mitarbeiter des Netzbetreibers sicherstellen musste, dass kein Strom mehr fließt, dauerte es länger, bis sich die Rettungskräfte dem Schwerstverletzten nähern konnten. Eine Reanimation war zwar vorerst erfolgreich, doch wenig später starb der Mann im Spital. 

Die beiden Feuerwehren Rainbach und Höcking waren mit 29 Mann im Einsatz, die Stromversorgung wurde rasch wiederhergestellt.

Einen ganz ähnlichen Vorfall hatte es erst vor rund einer Woche in Micheldorf gegeben. Dort geriet ein 53-Jähriger aus Regau mit dem Container eines Lkw in eine Stromleitung. Der Mann konnte sich mit einem Sprung aus dem Fahrzeug retten, wurde leicht verletzt.

Jasmin Gaderer, Kronen Zeitung

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