Di, 11. Dezember 2018

Nicht rechtskräftig

30.06.2018 10:00

Haftstrafen nach brutaler Home-Invasion in Wels

Die Geduld des Richters wurde beim Prozess nach einer Home-Invasion in Wels auf die Probe gestellt. Am Freitag forderte der Verteidiger eines Angeklagten die wortwörtliche Verlesung des Aktes vor dem Urteil. Das dauert Tage. Der Akt wurde daher vorerst ausgeschieden. Zwei Angeklagte wurden (nicht rechtskräftig) verurteilt.

In den eigenen vier Wänden war eine 70-jährige Welserin von drei Einbrechern überfallen, geknebelt und ausgeraubt worden. „Home-Invasion“ nennt man das heutzutage. Doch die Verdächtigen (28, 24 und 52 Jahre alt) und ein Komplize (38), der ihnen den Tipp für den Einbruch gegeben haben soll, weil er schon seit 15 Jahren für die Frau arbeitet, stritten beim Prozess in Wels (fast) alles ab.

Beute im Wert von 800.000 Euro
Ein fünfter Mann, der zu Prozessbeginn noch flüchtig war, aber von Telefon- und SMS-Kontakten belastet wird, leugnete als Zeuge seine Beteiligung an dem Überfall, bei dem Geld, Schmuck und Gegenstände im Wert von insgesamt 800.000 Euro erbeutet wurden. Ihn erwartet noch ein eigener Prozess.

Ein Freispruch
Zwei Angeklagten half ihr Leugnen aber wenig. Sie wurden am Freitag zu drei Jahren Haft, zwei davon unbedingt, bzw. achteinhalb Jahren Haft verurteilt. Ein dritter Verdächtiger, der - laut Anklage -  Aufpasserdienste geleistet haben soll, wurde freigesprochen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der Prozess für den vierten Angeklagten, der die langwierige Verlesung des Aktes fordert, wird im August fortgesetzt.

Claudia Tröster, Kronen Zeitung

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