Mi, 18. Juli 2018

Stolze Summen

25.06.2018 07:30

So viel verdienen unsere Politiker

Genau 4.954,80 Euro verdient ein Abgeordneter des Salzburger Landtags 14 Mal jährlich, ein Klubchef bekommt sogar 7.845 Euro und ein Landtagspräsident 9.083 Euro. Das sind stolze Summen. Zudem dürfen die Mandatare auch Nebeneinkünfte lukrieren. Und die reichen von 200 Euro monatlich bis zu weit über 10.000 . . .

Insgesamt elfmal findet sich das Schlagwort „Transparenz“ im neuen schwarz-grün-pinken Regierungsübereinkommen - Anlass genug für die „Krone“, um den Politikern im Land auf den Zahn zu fühlen, wie ernst sie es mit dem Thema tatsächlich meinen. Per schriftlicher Anfrage wurden daher alle 36 Abgeordneten des Landtags von der „Krone“ gebeten, ihre Nebeneinkünfte transparent zu machen.

Fünf Abgeordnete ohne Zuverdienste

Demnach verdienen sich aktuell fast alle neben ihrer politischen Tätigkeit noch ein - mehr oder weniger - üppiges Zubrot hinzu. Nur fünf Abgeordnete geben an, dass sie kein zusätzliches Einkommen haben: Landtagspräsidentin Brigitta Pallauf (ÖVP), die Grüne Klubchefin und Ex-Landesrätin Martina Berthold, die Pinzgauerin Barbara Thöny (SPÖ) sowie die blaue Klubchefin Marlene Svazek und der FPÖ-LAbg. Ernst Lassacher aus dem Lungau.

Bestverdiener im neuen Landtag ist demnach der 2. Landtagspräsident Dr. Sebastian Huber (NEOS), der als Internist eine eigene Ordination in Salzburg führt. Er ist der einzige Abgeordnete, der in die höchste Kategorie 5 eingestuft wird (siehe Daten & Fakten).

Drei Abgeordnete geben an, dass sie in die Kategorie 1 fallen und weniger als 1000 Euro monatlich zuzüglich lukrieren. Acht beziehen Nebeneinkünfte der Kategorie 2. Der Großteil der Mandatare fällt aber in die Kategorie 3: Insgesamt 17 verdienen nebenher noch zwischen 3.501 und 7.000 Euro brutto. Karl Zallinger (ÖVP), ÖAAB-Chef und Kolpinghaus-GF, ist demnach der einzige Abgeordnete in der zweithöchsten Kategorie 4.

Frauen stärker vom Mandat abhängig

Insgesamt fällt aber auf, dass weibliche Abgeordnete keine oder kaum Nebeneinkünfte lukrieren und dass obwohl die Akademikerquote bei ihnen stärker ausgeprägt ist als unter den männlichen Kollegen. In den Kategorien 1 und 2 sind demnach von 11 Abgeordneten sieben weiblich. In den Top-Kategorien 3,4 und 5 ist hingegen bei 19 Mandataren mit der Wirtschaftskammer-Funktionärin Michaela Bartel (ÖVP) nur eine einzige Frau vertreten. Somit sind weibliche Abgeordnete oftmals wirtschaftlich viel stärker von ihrem Mandat abhängig als männliche.

Im Schnitt am wenigsten Zubrot verdienen sich die drei grünen Vertreter dazu, die nebenbei bemerkt übrigens als einzige Fraktion von sich aus auch alle Einkommensquellen exakt aufgeschlüsselt haben.

Anna Dobler
Anna Dobler

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