Di, 20. November 2018

Von 3 Kugeln getroffen

26.05.2018 16:00

Massaker verhindert: Lehrer stellt den Schützen!

Es wäre beinahe das zweite blutige Massaker an einer US-Schule binnen einer Woche geworden: Mit zwei Pistolen bewaffnet war ein Schüler am Freitag in den Physiksaal der Noblesville High School im US-Bundesstaat Indiana eingedrungen und hatte das Feuer eröffnet. Dass es bei dem Angriff letztlich nur zwei Verletzte gab, ist einem mutigen Lehrer zu verdanken. Obwohl er von drei Kugeln getroffen wurde, stürzte sich der 30-jährige Ex-Footballspieler Jason Seaman auf den Schützen und entwaffnete ihn. US-Präsident Donald Trump bedankte sich am Samstag via Twitter für den heldenhaften Einsatz des Lehrers.

Der Physiklehrer und Coach des Football-Teams der Schule, Jason Seaman, hatte am Freitag gerade den Unterricht mit seinen zwölf bis 13 Jahre alten Schülern begonnen, als kurz nach 9 Uhr ein bewaffneter Mitschüler in die Klasse stürmte und losfeuerte. Laut Medienberichten dürfte es sich bei dem Schützen um einen Schüler der Klasse handeln, der kurz zuvor unter einem Vorwand den Raum verlassen habe. In der beginnenden Unterrichtsstunde sollte eine Prüfung abgehalten werden, hieß es.

„Unser Lehrer hat sofort einen Basketball auf den Schützen geworfen“, beschreibt Schüler Ethan Stonebraker (12) die dramatischen Szenen. „Dann lief er durch den Kugelhagel auf ihn zu und warf sich auf ihn.“

Der mutige Lehrer, selbst Vater zweier kleiner Kinder, wurde von drei Kugeln in Bauch, Arm und Hüfte getroffen. Neben ihm wurde auch eine Schülerin (13) verletzt. Beide sind außer Lebensgefahr.

Jasons Bruder Jeremy ist von Jasons Mut nicht überrascht: „Er war noch nie ein Kerl, der bei Gefahr einfach wegrennt. Wenn es um die Sicherheit seiner Schüler geht, macht er, was zu tun ist.“

US-Präsident Donald Trump nannte Seaman am Samstag einen Helden und bedankte sich bei dem 30-Jährigen für seinen Mut.

Der blutige Vorfall reiht sich ein in eine lange Reihe von Schul-Schießereien in den USA. Erst vor einer Woche hatte ein 17-Jähriger an einer Highschool in Texas acht Schüler und zwei Lehrer erschossen. Forderungen nach schärferen Waffengesetzen in dem Land verliefen bisher weitgehend im Sande.

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