29.04.2018 10:40 |

2007 am Golan

„Krone“-Reporter als Soldat zwischen den Fronten

Nach seiner Einjährig-Freiwilligen-Ausbildung beim Heer entschloss sich „Krone“-Reporter Alexander Schwab aus Kärnten 2007, für ein Jahr zum UNO-Einsatz nach Syrien zu reisen - hier seine Erinnerungen.

Als Wachtmeister und zweiter diensthabender Unteroffizier versah ich während meines gesamten Einsatzes Dienst auf „Position 25“, einem Straßenstützpunkt, welcher der Zweiten Kompanie des Österreichischen Bataillons (AUSBATT) im UN-Kontingent unterstellt war.

Der Stützpunkt befand sich unterhalb der Golanhöhen, am Rande eines kleinen Dorfes. Wir mussten dafür sorgen, dass sich kein syrisches oder israelisches Militär in die von der UNO festgelegte Pufferzone zwischen den beiden Ländern begibt. Waffengewalt durfte nur zur Selbstverteidigung eingesetzt werden. Wie sämtliche UN-Stützpunkte kontrollierten auch wir die Zone in einem 24-stündigen Dienstrad, sieben Tage die Woche.

Oberste Priorität: Potenzielle Eskalation verhindern
Während meiner Dienstzeit war die Lage relativ ruhig. Es gab zwar vereinzelt Versuche, in die Zone zu gelangen, diese konnten jedoch immer ohne grobe Zwischenfälle verhindert werden. Syrische Soldaten, Polizisten sowie die Zivilbevölkerung verhielten sich uns gegenüber freundlich.
Oberste Priorität war es, Auffälligkeiten in der Zone so schnell wie möglich an unsere Vorgesetzten zu melden und so rasch wie möglich eine potenzielle Eskalation zu verhindern.

Kronen Zeitung

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