Fr, 17. August 2018

krone.at fragte nach

27.04.2018 13:59

Alkohol am Praterstern: „Anblick war nicht schön“

Seit Freitag ist - wie berichtet - das Alkoholverbot am Wiener Praterstern in Kraft. Zahlreiche Kräfte der Polizei patrouillieren ab nun auf dem weitläufigen Areal, führen Kontrollen durch, machen auf das nun geltende Verbot aufmerksam und klären auf. Werden die Anweisungen nicht befolgt, wird gestraft. Am Freitag kam es bereits zu einer ersten Festnahme. Doch was sagen Wiener Passanten zu dem verhängten Alkoholverbot am Brennpunkt Praterstern? krone.at hat nachgefragt.

„Der Anblick war nicht schön“, bringt es einer der Befragten rasch auf den Punkt, was sich in der Vergangenheit am Praterstern bezüglich alkoholisierter und aggressiver Personen abgespielt hatte. Seit Freitag ist der Schluck aus Bierflasche und Co. auf dem Areal des Bahnhofs Praterstern verboten, rote Schilder, montiert an Straßenlaternen und dergleichen, weisen unter anderem auf das nun geltende Verbot hin.

Durch die nun in Kraft getretene Maßnahme soll die Zahl der Einsätze, ausgelöst vor allem durch alkoholisierte und aggressive Zeitgenossen, dezimiert werden - und nicht zuletzt auch das Sicherheitsgefühl am Praterstern wieder gestärkt werden.

Bierflasche flog - Festnahme
Naturgemäß zeigte sich am Freitag nicht jeder vom neuen Gesetz begeistert. Im Zuge der Aktion kam es bereits zu einer ersten Festnahme, als ein trinkender Mann keinerlei Einsicht zeigte und eine Bierflasche in Richtung der Beamten warf.

Gastgärten und Imbissstände ausgenommen
Das Alkoholverbot gilt allerdings nicht für Gastgärten oder Imbissstände auf dem Praterstern-Areal, weshalb der Genuss von Alkohol auf dem Platz nicht vollends untersagt ist, sondern lediglich in geordneten Bahnen laufen soll. „Und damit muss es hier nicht so arg sein wie es in der letzten Zeit war“, meint ein weiterer Passant.

Denn auch Kinder seien immer wieder mit dem Anblick stark betrunkener Menschen, die teils auch aggressiv um Geld oder Zigaretten bettelten, konfrontiert, berichten mehrere der Befragten. Das Verbot sei daher „super“, erklärt eine Frau gegenüber krone.at.

„Ich bin schon dafür, dass das so bleibt“, meint eine weitere.

Doch nicht jeder kann dem Alkoholverbot etwas abgewinnen. „Ich bin grundsätzlich dagegen, dass es ein Verbot gibt“, äußert eine weitere Passantin Bedenken, „weil das löst das Problem nicht“.

„Es ist alles eine Geldgeschichte von der Regierung“, glaubt ein junger Mann.

Christine Steinmetz
Christine Steinmetz
Alexander Bischofberger-Mahr
Alexander Bischofberger-Mahr

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