Mi, 22. August 2018

Terrorzelle gesprengt

05.04.2018 16:21

Prozess um „Dschihadisten-Stadt“ in Südfrankreich

Prozessauftakt für mutmaßliche Dschihadisten in Frankreich: Fünf Männer aus der Ortschaft Lunel im Süden des Landes müssen sich seit Donnerstag in Paris vor Gericht verantworten. Verhaftet wurden sie bereits 2015 im Zuge einer Anti-Terror-Aktion. Zwei der Männer sollen nach Syrien gereist sein, um in den Dschihad zu ziehen. Drei weitere haben mutmaßlich zur Finanzierung von Terrorismus beigetragen, sollen zum Dschihad aufgerufen oder islamistische Propaganda verbreitet haben.

Die beschuldigten Männer sind im Alter von 29 bis 47 Jahren, das Urteil wird am kommenden Mittwoch erwartet, berichtet die französische Tageszeitung „Le Monde“. Weitere 15 Männer aus Lunel sollen nach Syrien gereist, aber niemals zurückgekehrt sein. Gegen sie liegen noch immer Haftbefehle vor, mindestens acht von ihnen sollen bereits tot sein.

Das „französische Molenbeek“
Ähnlich dem Stadtviertel Molenbeek in Brüssel gilt die Kleinstadt Lunel in Südfrankreich als Dschihadisten-Hotspot. Insgesamt sollen etwa 20 vor allem junge Menschen aus dem 26.000-Seelen-Ort nach Syrien gereist sein. 2013 und 2014 fand offenbar eine wahre Welle an Abreisen nach Syrien statt. All jene, die in den Dschihad reisten, dürften regelmäßige Besucher der Moschee in Lunel gewesen sein. Die wirtschaftliche Lage in der Kleinstadt ist schlecht, die Arbeitslosigkeit ist doppelt so hoch wie der französische Durchschnitt und trifft besonders junge Erwachsene.

Damita Pressl
Damita Pressl

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