Fr, 19. Oktober 2018

Peter Stöger nach 0:6

01.04.2018 08:27

„Vielleicht tut uns so eine Klatsche ganz gut“

Bayern fügte Dortmund mit einem 6:0 die höchste Pleite in der Liga seit 1991 zu. Dortmunds Trainer Peter Stöger übte sich im Zweckoptimismus. 

Keines seiner ersten zwölf Liga-Spiele hatte Peter Stöger als Dortmund-Trainer verloren. Am Samstag folgte eine umso demütigendere Abfuhr. Die Bayern fegten im Schlager mit 6:0 über die Borussia hinweg, führten dabei schon zur Pause 5:0!  „Wir haben sie zu den Toren eingeladen“, haderte Stöger. „Die Enttäuschung ist groß.“

Schon nach vier Minuten nahm das Unheil seinen Lauf, zappelte der Ball im Tor des BVB. Müller hatte Lewandowski mit einem Pass bedient. Zwar stand der Pole, ehe er Bürki bezwang, leicht im Abseits, der Video-Referee hob sein 24. Saisontor aber nicht auf. Drei Minuten später wurde ein Ribéry-Treffer zurecht vom Video-Referee nicht anerkannt, dies juckte die Bayern nicht. In Minute 14 rollte der nächste Angriff in Form von David Alaba auf Dortmunds Tor zu. Der Österreicher schickte einen Pass in die Mitte, Rodriguez traf zum 2:0. Der Klasse-Unterschied war eklatant. Castro vertändelte den Ball an Rodriguez, der bediente Müller und der Deutsche tropfte zum 3:0 ab (23.). 

Stöger brachte Weigl für Castro, das änderte aber nichts an der chaotischen Fehler-Orgie im Defensiv-Bereich. Erst narrte Ribery Piszczek, spitzelte Lewandowski den Ball hinein, eine Minute später traf der Franzose selbst nach fatalem Fehlpass Weigls - 5:0 (45.). „Das war 45 Minuten lang eine Gala“, freute sich Bayern-Trainer Jupp Heynckes hinterher.  Nach der Pause strengten sich die Münchner nicht mehr übermäßig an. In Minute 87 „ergab“ sich nach Kombination von Müller und Kimmich aber doch noch Lewandowskis 6:0.

Alaba verletzt?
Für David Alaba war der Arbeitstag schon zur Pause beendet. Schonung für das Champions-League-Viertelfinale gegen Sevilla? Es gab bald auch Informationen, dass der Österreicher sich leicht am Fuß verletzte, für Dienstag fraglich ist.

Tugenden fehlten
Nach der höchsten Dortmunder Bundesliga-Pleite seit 1991 (0:7 in Stuttgart) war Stöger geknickt: „Wir haben Grundtugenden total vermissen lassen.“ Dann übte er sich im Zweckoptimismus: „Vielleicht tut uns so eine Klatsche ganz gut. Dann betrachtet man alles kritischer.“ Vor dem Spiel hatte Dortmund-Boss Hans-Joachim Watzke in der Trainerfrage erklärt: „Peter Stöger ist unser erster Ansprechpartner!“ Ob das nach dem Match noch gilt?

Kronen Zeitung

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