Mi, 16. Jänner 2019

„Verstehen es nicht“

25.03.2018 14:16

Rechen-Panne kostete Mercedes Sieg in Melbourne

Ein Computerprogramm hat Mercedes beim Formel-1-Grand-Prix von Australien offenbar im Stich gelassen. Eine Software habe das Team beim Einsatz des Virtuellen Safety Car (VSC) fälschlicherweise in Sicherheit gewogen, vermutete Motorsportchef Toto Wolff, dessen Schützling Lewis Hamilton am Sonntag nur Zweiter wurde. „Selbst unsere Nerds verstehen noch nicht, was passiert ist“, meinte der Wiener.

Der siegreiche Ferrari-Pilot Sebastian Vettel hatte in Melbourne seinen Reifenwechsel länger hinausgezögert als Hamilton und fuhr als Führender dann an die Box, als die Rennleitung die Safety-Car-Phase aktivierte. Mercedes hätte auf diesen Fall normalerweise vorbereitet sein sollen, da die Anweisungen, wie schnell Hamilton fahren soll, von einem berechneten Richtwert ausgehen, erklärte Wolff. Die entsprechende Software kalkuliere ein, wie weit ein Mercedes-Fahrer höchstens hinter einem Konkurrenten liegen darf, um vor ihm zu sein, wenn dieser einen Boxenstopp durchführt.

Die VSC-Phase dürfte das Programm aber punktuell überfordert haben. Und zwar deswegen, „weil Sebastian in die Box noch reinbeschleunigen konnte wie quasi in einem normalen Rennen, während Lewis auf der Gegengeraden von 300 auf 100 km/h zusammenbremsen musste. Dadurch ist dieser kalkulierte Abstand, der ja ein dynamischer Abstand ist, plötzlich total falsch gewesen“, erläuterte Wolff.

Er sprach damit an, dass beim Virtuellen Safety Car in der Boxenein- und -ausfahrt eine höhere Geschwindigkeit erlaubt ist als auf der Strecke, wo die Fahrer gewisse Sektorzeiten nicht unterschreiten dürfen, die ihnen auf vom Bordcomputer angezeigt werden. „Da der eine an einer ganz anderen Stelle ist als der andere, verändert sich dieser Abstand plötzlich“, meinte Wolff. „Also es ist echt höhere Gewalt. Es war kein Rechenfehler“, nahm er das Programm in Schutz, das seit fünf Jahren in Verwendung sei.

Laut Wolff habe der Computer 15 Sekunden Vorsprung als Zeit ausgespuckt, die es gebraucht hätte, um Hamilton zu überholen. In Wahrheit seien es aber eher zehn gewesen. „Die Software ist ständig dynamisch. Wenn du diese ganz komische Situation hast, dass der eine 300 km/h fährt und sich dann zusammenbremsen muss, verliert der viel mehr als der, der in die Box reinfährt, Vollgas gibt, bremst und mit Vollgas rausfährt“, betonte er.

„Wir waren irrsinnig unglücklich mit dem VSC“, bekräftigte Wolff. Der Abstand hätte unter normalen Umständen für Hamilton gereicht, um zu gewinnen. „Wir hatten den Gap und hätten ihn auch managen können. Wir waren in Führung, hatten die Pace und sind Zweiter geworden. Das ist einfach ärgerlich.“ Gerne würde er jemanden strangulieren, witzelte der 46-Jährige, er habe aber noch niemanden gefunden.

Ob die Regeln bezüglich der erlaubten Geschwindigkeit geändert werden sollten, wollte Wolff nicht kommentieren. „Wie vielen Leuten ist das schon passiert, dass sie von einem Safety Car gebissen werden?“, warf er ein. Ob man die verwendete Software anpassen müsse, ließ Wolff ebenfalls offen. „Wir lernen einfach ständig dazu.“

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