"Es zeigt sich immer mehr, dass Menschen, die nur eine Sprache beherrschen, in unserer heutigen Zeit einen entscheidenden Nachteil haben", meinte Martin. Die Studie, die kürzlich von der Europäischen Kommission veröffentlicht worden ist, zeige außerdem, dass die altersbedingte Minderung der geistigen Fähigkeit bei mehrsprachigen Menschen offenbar langsamer vorangeht. Da die neurowissenschaftliche Forschung hinsichtlich des Einflusses der sogenannten Polylingualität auf das Gehirn noch am Anfang stehe, werden weitere Daten mit Spannung erwartet.
Rund 1.400 Studien ausgewertet
Laut Angaben des wissenschaftlichen Teamkoordinators David Marsh ist die Studie in Form einer sogenannten Metaanalyse erhoben worden. Dazu wurden rund 1.400 qualitative Forschungsberichte aus aller Welt erhoben und geprüft.
Auch komplexes Denken verbessert
Zum Beispiel floss eine Arbeit in die Ergebnisse mit ein, in der junge Computerspieler und ihre Fähigkeit, mehrere Sprachen anzuwenden, untersucht wurden. In einem anderen Bericht zeigte sich, dass mehrsprachige Menschen vorgezeigte Bilder schneller und komplexer sahen. Aus der Kombination aller Ergebnisse stellten die Forscher dann ihre Studie zusammen.












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