14.03.2018 12:19 |

Helfer gesucht

Froschklauber betreuen 30 Amphibien-Wanderstrecken

Die Todesrate ist hoch. Selbst auf nicht stark befahrenen Straßen überlebt ein Drittel der Kröten, Frösche und anderen Amphibien die Wanderung zu den Laichgewässern nicht. Zu Rettern werden die „Froschklauber“, die in unzähligen Arbeitsstunden die Tiere sicher über die Straße bringen.

„Rund 85 Amphibienwanderstrecken sind uns in Salzburg bekannt, 30 davon werden betreut“, sagt Maria Jerabek von der Naturschutzabteilung des Landes. Konkret heißt das: An diesen Abschnitten stellen die Straßenmeistereien des Landes gemeinsam mit freiwilligen Helferinnen und Helfern, einigen Gemeinden sowie der Berg- und Naturwacht insgesamt rund zwölf Kilometer der grünen Amphibienschutzzäune auf. Martin Kyek und Peter Kaufmann vom Haus der Natur koordinieren das: „Damit sie zur richtigen Zeit am richtigen Ort stehen.“

Die mobilen Froschzäune hindern die Amphibien am Überqueren der Straße. Sie werden in Kübeln gesammelt und in der Dämmerung in mühevoller Arbeit über die Straße getragen, anschließend im Umfeld des Laichgewässers freigesetzt. Rund 200 Froschklauber und Froschklauberinnen sind auch heuer in den nächsten Wochen im ganzen Bundesland im Einsatz. „An manchen Wanderstrecken Innergebirg brauchen wir aber noch mehr Amphibienschützer“, bittet Jerabek um Unterstützung.

Mobile Zäune oder Tunnel für die Tiere
Im Flachgau gibt es mit derzeit 19 mobilen Froschzäunen besonders viel zu tun. Drei Strecken können im Tennengau betreut werden, eine im Pongau, zwei im Lungau und sechs im Pinzgau. In der Stadt Salzburg werden außerdem an der Kreuzbergpromenade und an der Sinnhubstraße die Tiere ohne Zaunsystem per Hand gerettet.

Darüber hinaus sind an einigen wichtigen Wanderstrecken im Land fixe Leit- und Tunnelsysteme unter der Straße installiert, so dass Amphibien und andere Kleintiere die Fahrbahnen gefahrlos unterqueren können. Pluspunkt des fixen Systems: Die Tiere sind das ganze Jahr geschützt. Dorfgastein, Kleinarl, Koppl-Guggenthal, Piesendorf, Weißpriach, Tweng, Zell am See-Thumersbach bieten ihren tierischen Mitbewohnern solche Leit- und Tunnelsysteme.

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