Mi, 20. Juni 2018

Volkskrankheit:

18.02.2018 08:00

Jeder fünfte Oberösterreicher hört schwer

20 Prozent der Oberösterreicher sind schwerhörig – lange nicht alle geben es zu. Zum Welttag des Hörens am 3. März macht die Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf das Problem aufmerksam. Denn schwer zu hören, zieht viele Probleme nach sich.

Wer nur schwer hört, der zieht sich immer mehr zurück, es kommt zu Isolation und Einsamkeit, ja sogar das Risiko für Demenz und Depression ist bei Schwerhörigen höher. Es ist noch immer großteils ein Problem der Alten: 50 Prozent der Über-65-Jährigen ob der Enns hören schlecht, doch die Jugend zieht nach – bei den 15- bis 19-Jährigen sind es schon 15 Prozent und auch bei den Schulkindern sind schon zwei Prozent betroffen! Mögliche Ursachen reichen von Kinderkrankheiten über Medikamente bis zu simplem Lärm.

Das Volksleiden lässt sich gut behandeln
Die positive Nachricht: Es ist ein Leiden, das oft gut behandelt werden kann – es gibt sogar schon Hörgeräte für Babys! In Oberösterreich greift auch der Linzer Verein vonOhrzuOhr den Betroffenen unter die Arme, bietet viele verschiedene Hilfeleistungen an: „Wir setzen uns auch für die akustische Barrierefreiheit ein, damit Schwerhörige in der Öffentlichkeit, etwa beim Theaterbesuch, nicht mehr benachteiligt werden“, erklärt Obfrau und auch selbst Betroffene Angelika Nebl (siehe unser Interview unten).

Ab 40 Jahren sollte übrigens jeder regelmäßig zum Hörtest gehen.

Angelika Nebl ist Obfrau des Vereins vonOhrzuOhr in Linz, sie berät Schwerhörige und ist auch die Vize-Präsidentin des Österreichischen Schwerhörigenbunds.

"Krone":20 Prozent sind schwerhörig - das kommt einem viel vor.

Nebl: Aber es stimmt, es ist die größte Behindertengruppe. Doch es ist eine unsichtbare Behinderung und viele outen sich nicht. Dabei ist es wichtig, so früh wie möglich zum Arzt zu gehen.

"Krone": Es gibt keinen Grund, sich zu schämen.

Nebl: Nein. Und wir bieten sehr viel Hilfe, Beratung und Hörtests an.

Jasmin Gaderer/Kronen Zeitung

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