Athletic erwies sich für die stark ersatzgeschwächten Gäste an diesem Abend als zu abgeklärt. Die Basken überzeugten durch schnörkelloses Spiel mit Zug zum Tor und hatten mit dem Doppeltorschützen Llorente auch einen echten Knipser in ihren Reihen. Für die nach dem Ausfall von Kapitän Acimovic bemüht, aber ideenlos wirkenden Wiener ließ Diabang hingegen die sich bietenden Chancen auf den Anschlusstreffer ungenutzt - laut Trainer Karl Daxbacher ein nicht unwesentlicher Faktor für die doch deutliche Pleite.
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"Hätten wir aus unseren Chancen ein Tor gemacht, hätten wir Bilbao etwas verunsichern können und den Glauben an uns selbst nicht verloren", meinte Daxbacher, dem das Aufbäumen gegen die Niederlage abging. "Es kommt immer auf die Gegenwehr an, die war das eine oder andere Mal mangelhaft bei uns."
Muniain lässt Austria verzweifeln
"Technisch und spielerisch war Bilbao klar eingespielter. Wenn man dann hinten drin steht, hat man keine Chance, dem Druck standzuhalten", meinte Mittelfeldspieler Florian Klein, der mit Ersatz-Kapitän Joachim Standfest seine liebe Not mit dem an der linken Flanke wirbelnden Athletic-Jungstar Muniain hatte. Nach dessen Treffer zum 3:0 war die Partie endgültig gelaufen, nach der anschließenden Roten Karte gegen den unglücklichen Suttner sogar ein Debakel möglich.
Daxbacher wollte nach der Lehrstunde in Bilbao aber nicht nur Trübsal blasen. "Ich glaube daran, dass wir Bilbao im eigenen Stadion fordern und auch besiegen können", meinte der Niederösterreicher. Und auch Verteidiger Manuel Ortlechner sah in der Niederlage etwas Positives: "Heute haben wir ein bisschen Lehrgeld gezahlt, im nächsten Spiel wird es schon ganz anders ausschauen."
Gegen Funchal muss ein Sieg her
Dieses bestreiten die Wiener am 1. Oktober gegen Nacional Funchal. Wolllen sie den Sprung ins Achtelfinale schaffen, muss dann ein Sieg her. Auch die Portugiesen startete mit einer Niederlage gegen Werder Bremen (2:3 zuhause). Neben der besseren Chancenverwertung müssen die Violetten laut Daxbacher aber auch an anderen Dingen arbeiten: "Es fehlt noch mehr Ruhe am Ball und Konsequenz im Zweikampfverhalten. Auch im taktischen Bereich machen wir Fehler."
Austria-Fans unsanft empfangen
Für Aufregung im und um das Stadion sorgten vor und während der Partie jedoch auch die mitgereisten Austria-Fans. Diese wurden bereits bei der Ankunft von Bilbao-Anhängern unsanft empfangen, die baskische Polizei musste ebenso unsanft schlichtend eingreifen. Im Stadion revanchierten sich die violetten Anhänger sehr zum Ärger der baskischen Zuschauer mit "Eviva Espana"-Gesängen. Es folgten verbale Scharmützel, die Polizei musste erneut eingreifen. Die UEFA nahm dies wenig erfreut zur Kenntnis. Der Austria droht damit wie vor vier Jahren eine Geldstrafe.
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