Di, 17. Juli 2018

Opfer in Wald entführt

19.01.2018 16:17

Mehrfache Vergewaltigung: 6 Jahre Haft für Täter

Ein 39-jähriger Rumäne ist am Freitag im Grazer Straflandesgericht wegen Vergewaltigung nicht rechtskräftig zu sechs Jahren Haft verurteilt worden. Er hatte im Oktober 2017 eine Bekannte an einer Tankstelle in sein Auto gelockt und dann in einem Wald missbraucht. Der Angeklagte war dazu geständig, einen weiteren Missbrauch der 18-Jährigen ein paar Monate vorher leugnete er.

Der Rumäne war im Juni 2017 mit Freunden bei einer Buschenschank gewesen und hatte reichlich Alkohol und auch Drogen konsumiert. Anschließend soll er ein 18-jähriges Mädchen in Beisein seines Freundes missbraucht haben. "Sie hat das alles nicht mitbekommen, sie war völlig daneben, sie hat auch keine Erinnerung daran", erklärte Staatsanwältin Katharina Tauschmann. Ein zweiter Mann schaute nicht nur tatenlos zu, sondern soll auch gesagt haben: "Darf ich jetzt auch?", was ihm aber der 39-Jährige verwehrte.

Mehrfach über Frau hergefallen
Im Oktober war die Runde erneut unterwegs. Bei einer Tankstelle lockte der Rumäne die 18-Jährige in sein Auto, während ihr Freund Alkoholnachschub besorgte. Kaum saß sie in dem Wagen, raste er davon. In einem Wald machte er Halt und wollte über das Mädchen herfallen. In diesem Moment riefen die Freunde an, die den Vorfall bemerkt hatten und drängten den 39-Jährigen, er solle die Frau in Ruhe lassen und mit ihr zurückkommen. Im Hintergrund hörten die anderen das Mädchen weinen, doch dann legte der Rumäne auf. Er vergewaltigte die Frau, es kam dabei zu mehrfachen Übergriffen. Aus Angst versprach sie, sich wieder mit ihm zu treffen. Da fasste er offenbar Vertrauen und erzählte ihr auch vom ersten Vorfall, woraufhin sie beides sofort anzeigte.

Der Rumäne hatte die Tat zugegeben und als "schweren Fehler" bezeichnet. Was er dagegen leugnete, war der Vorfall, der sich im Juni 2017 ereignet hatte. Der Schöffensenat ging jedoch davon aus, dass der 39-Jährige beide Taten begangen hat und verurteilte ihn zu sechs Jahren Haft. Der zweite Angeklagte wurde zu einer Geldstrafe von 720 Euro und vier Monaten bedingt verurteilt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

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