In Erinnerung an die Rückennummer 21 des Fußballers verwandelten Anhänger von Espanyol das Eingangstor 21 des Stadions zu einer Gedenkstätte für Jarque. Sie stellten dort Kerzen auf und legten Blumen und Fan-Schals nieder.
Fußballer-Kollegen sind bestürzt
Jarque ist der bisher letzte einer Reihe von tragischen Vorfällen. Vor zwei Jahren brach Sevilla-Mittelfeldspieler Antonio Puerta (22) während eines Spiels zusammen und verstarb. Augenzeuge war damals Sevilla-Tormann Andres Palop, der nun der Familie von Jarque sein Beileid aussprach.
"Es ist ein schrecklicher Verlust. Wieder hat es einen jungen Spieler getroffen, der sein Leben noch vor sich hatte. Ich hätte mir gewünscht, dass so etwas nicht wieder passiert, aber das tat es", sagte Palop. Und das mache ihn nachdenklich. "Wir machen Tests und Untersuchungen, aber es ist nicht möglich, diese Dinge zu entdecken. Wir hoffen, dass die Methoden, so etwas zu finden, verbessert werden."
Nach Puertas Tod 2007 erklärten die Ärzte, dass die Herzschwäche bei medizinischen Tests sehr schwer zu bemerken gewesen sei. Real-Madrid-Spieler Ruben de la Red entging im Oktober 2008 dem Herztod auf dem Spielfeld, nach seinem Zusammenbruch griffen die Ärzte noch rechtzeitig ein, die Ursache fanden sie aber bis heute nicht heraus. Spiel hat der 24-Jährige seitdem aber keines mehr bestritten.
Betroffenheit bei Fußball-Kollegen
"So viele Fälle in so kurzer Zeit, da denkt man dann, dass das wieder passieren kann", sagte Villarreal-Akteur Santi Cazorla. "Natürlich betrifft uns das. Es heißt, man kann das nicht vorhersehen, weil es keine Warnzeichen gibt", meinte Albert Riera (Liverpool). Aber man müsse sich bemühen, eine Lösung zu finden, forderte der Teamspieler.
Jarque stammte aus Barcelona, er spielte seit der Saison 2002/2003 für Espanyol. Er gewann 2006 mit seinem Club den Cup und erreichte das UEFA-Cup-Finale 2007. Espanyol absolviert gegenwärtig ein Trainingslager als Saisonvorbereitung in Italien.
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