Salzburg-Coach Huub Stevens veränderte seine Startelf vom hart kritisierten Spiel in Dublin auf zwei Positionen und bot Zickler und den bosnischen Neuzugang Vladavic auf. Der hinter Solospitze Janko aufgebotene Zickler war auch der gefährlichste Mann der "Bullen", allein im Abschluss ließ der einstige Torschützenkönig bei zwei Topchancen in der ersten Spielhälfte (4., 24.) aber Schwächen erkennen.
Beide Teams starten defensiv
Auf Rieder Seite schonte Trainer Paul Gludovatz zunächst den angeschlagenen Salihi. Am Fehlen des Albaners lag es aber nicht, dass auch bei den Innviertlern bis auf zwei Schüsse von Brenner (11.) und Mader (25.) Torchancen Mangelware waren. Beide Teams standen defensiv sicher, zogen sich bei Ballverlust schnell zurück und warteten auf den Fehler des Gegners. Vier Schüssen auf das Tor der Salzburger stand zur Pause keiner auf jenes der Hausherren gegenüber.
Salzburg erhöhte nach Seitenwechsel den Druck nur unmerklich. Zwar erarbeiteten sich die Mozartstädter mehr Spielanteile, gefährlich wurde der Meister aber nur nach Standardsituationen. Die Rieder Defensive um Torhüter Gebauer ließ sich auch bei hohen Bällen nicht in Verlegenheit bringen. Bezeichnenderweise bezwang Rieds Glasner (77.) mit einem Abwehrversuch nach einem Tchoyi-Antritt fast den eigenen Torhüter.
Salihi als Super-Joker
Offensiv waren die Oberösterreicher aber kaum mehr vorhanden. Gludovatz reagierte und brachte in der 72. Minute seinen Torjäger Salihi. Dieser dankte es seinem Coach eine Viertelstunde später, als er einen Freistoß von Lexa per Kopf wuchtig in den Maschen versenkte. Salzburg antwortete mit einer Schlussoffensive, bei einem Dudic-Schuss (91.) rettete Gebauer aber mit den Fingerspitzen.
Ried - Salzburg 1:0 (0:0)
Keine-Sorgen-Arena, 7.600 Zuschauer, SR Gangl
Tor: Salihi (87.)
Gelbe Karten: Glasner bzw. Tchoyi, Dudic
Ried: Gebauer - Stocklasa, Glasner, Burgstaller - Brenner, Hackmair, Hadzic - Lexa (92./Grasegger), Drechsel (87./Ziegl), Mader (72./Salihi) - Nacho
Salzburg: Gustafsson - Schwegler, Schiemer, Dudic, Ulmer - Vladavic, Augustinussen - Tchoyi, Zickler (60./Leitgeb), Svento (65./Jezek) - Janko (82./Nelisse)
Stimmen zum Spiel:
Paul Gludovatz (Trainer Ried): "Das war heute das 'Best of Red Bull', sie waren topbesetzt. Es war eine intensive Spielführung beiderseits. Die Ballstafetten waren stark, aber wir haben da auch noch Schwächen. Red Bull hier zu schlagen ist ein starkes Stück. Wir haben mit Sicherheit noch kein so gutes Team hier gesehen wie Red Bull. Wir haben im Mittelfeld gut dagegengehalten, aber am Ende habe ich nicht mehr mit dem Sieg gerechnet."
Huub Stevens (Trainer Salzburg): "Ich denke, dass wir gut organisiert gespielt haben. Ich wollte aber, dass wir 30 Meter vor dem Tor stehen, aber es hat nach der Pause zu viele Phasen gegeben, wo wir nicht herausgerückt sind, dann gab's Probleme und Ried konnte gefährlich werden. Die Rieder Mannschaft hat bei Ballbesitz schnell nach vorne gespielt. Da war gute Organisation gefragt, und die hatten wir auch. Vor dem Gegentor war aber ein dummes Foul. Jetzt müssen wir dieses Spiel rasch abhaken und aus Fehlern lernen, dann wird es am Mittwoch gegen Dinamo Zagreb ein ganz anderes Spiel geben."
Hamdi Salihi (Torschütze Ried): "Das war ein sehr wichtiges Tor und ein wichtiger Sieg. Wir können sehr zufrieden über die Punkte aus diesen zwei Spielen sein."
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