Nach einem kurzen Anfangsschock - Kapfenbergs Felfernig scheiterte alleine vor Arzberger (2.) - kam Salzburg zum gewünschten frühen Führungstreffer. Nach einem Zweikampf zwischen Schellander und dem herausragenden Tchoyi entschied Schiri Einwaller hart, aber vertretbar auf Elfmeter. Janko trat an und stellte per Lattenpendler auf 1:0 (3.). Dem Torjäger fehlen somit sieben Spiele vor Schluss noch sieben Treffer auf den Krankl-Allzeitrekord aus der Saison 1977/78 (41 Tore).
Salzburg konnte sich daraufhin aufs Verwalten und Kontern verlegen, Kapfenberg zeigte sich zwar wie immer engagiert, aber aufgrund fehlender Akzente aus dem Mittelfeld offensiv weitgehend ungefährlich. Goalie Eisl bewahrte die Hausherren kurz vor der Pause bei einem Zickler-Schuss vor dem zweiten Gegentreffer (45.). Wenige Minuten nach dem Wechsel war Eisl jedoch auf kuriose Weise zum zweiten Mal geschlagen.
Torschütze Pitak verletzt
Eine Flanke von Pitak senkte sich via linker Stange zum 0:2 ins Tor (48.). Die Freude des Tschechen über sein viertes Saisontor währte jedoch nicht lange, denn in der 52. Minute musste Pitak verletzt vom Platz. Felfernig (49.), Sencar (50.), Zimmerman (59., 70./Latte) und Pejic (72.) verpassten den Anschlusstreffer für die brav weiterkämpfenden Obersteirer, und Tchoyi (57.) vergab die einzige Großchance der mindestens zwei Gänge zurückschaltendenden Gäste in den zweiten 45 Minuten.
Austria Kärnten - LASK Linz 0:1
Dank eines Tausend-Gulden-Weitschusses von Florian Klein durfte der LASK bei Austria Kärnten über einen 1:0-Sieg jubeln. Es war nicht nur der Premieren-Erfolg im zweiten Spiel der Ära Hans Krankl, sondern auch der erste Dreipunkter seit 5. Dezember 2008 und damit acht Spielen. In der Tabelle stieß der LASK vorbei an Kapfenberg auf Platz sieben vor, der Vorsprung auf Schlusslicht Altach ist damit auf 12 Punkte angewachsen, die Angst vor dem Abstieg wohl nun endgültig ad acta gelegt.
Die erste Hälfte eines bescheidenen Spiels bot den 7.000 Zuschauern kaum Höhepunkte, die beste Chance vergab der Kärntner Salvatore bei einem Lattenknaller in der achten Minute. Die Hausherren erarbeiteten sich leichte Vorteile, der bemühte LASK agierte neuerlich harm- und ideenlos. Nach dem Seitenwechsel änderte sich an der Spielcharakteristik nichts, der tief und sicher stehende LASK machte den Kärntnern das Leben schwer, ohne selbst am Spiel in der Offensive teilzunehmen. Bei der Schinkels-Elf war nicht zuletzt das Fehlen von Kapitän Junuzovic und damit einer lenkenden Hand im Mittelfeld offenbar.
Klein machte das Glück der Gäste schließlich in der 80. Minute perfekt: Nach einem Getümmel im Strafraum kam der Ball zum über 25 Meter vor dem Tor postierten Mittelfeldakteur, der mit einem beherzten Gewaltschuss den in seiner Position verharrenden Goalie Schranz nicht gut aussehen ließ. In der 90. Minute rettete Klein zudem den Sieg, klärte nach einem Kopfball von Bubenik ebenfalls per Kopf auf der Linie.
SV Ried - Austria Wien 0:0
Ried und die Austria haben sich mit einem torlosen Remis getrennt. Die Innviertler erwiesen sich vor 6.800 Zuschauern als spielbestimmende Elf, verabsäumten es aber, die sich bietenden Chancen zu nutzen. Die um einen UEFA-Cup-Startplatz kämpfende Austria fand kurz vor der Pause aus einem Elfmeter die beste Möglichkeit auf ein Tor vor, Milenko Acimovic scheiterte jedoch an Ried-Torhüter Thomas Gebauer.
Für die Austria war der Punktegewinn ein glücklicher. Die Wiener kontrollierten die Partie nur in den ersten 20 Minuten, danach erwies sich Ried als klar initiativere Elf. Die Gäste, die nach 13 Minuten den verletzten Sun durch Majstorovic ersetzen mussten, kamen vor den Augen von Teamchef Dietmar Constantini kaum mehr konstruktiv vor das Rieder Gehäuse. Nach einer harten Elfer-Entscheidung bekam die Austria doch die Chance auf die schmeichelhafte Führung. Nach einem Zweikampf zwischen Burgstaller und Topic entschied Schiedsrichter Meßner auf Strafstoß, Torhüter Gebauer entschärfte den von Acimovic getretenen Elfer aber mit Bravour.
Auch nach Seitenwechsel wirkten die Innviertler druckvoller, während die in Orange angetretenen Violetten ungefährlich blieben. Allein zwischen der 50. und 60. tauchte die Gludovatz-Elf mehrmals gefährlich im Strafraum der Gäste auf, Yeray, Nacho und Hackmair scheiterten aber allesamt am glänzenden Safar. Austria-Coach Daxbacher reagierte auf die offensiv harmlose Vorstellung seiner Mannschaft und brachte mit Okotie und Hattenberger frische Kräfte. Bis auf eine Möglichkeit von Okotie (78.) blieb der Cup-Halbfinalist aber bis zum Schlusspfiff ungefährlich.
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