ADEG-Erste-Liga

Wiener Neustadt und die Admira ziehen davon

Fußball
14.03.2009 21:45
Der FC Wacker Innsbruck ist am Samstag mit Verspätung, dafür aber perfekt in die Frühjahrssaison gestartet. Die Tiroler besiegten zu Hause Tabellenschlusslicht FC Lustenau klar mit 3:0 (2:0) und setzten sich damit in der Tabelle der Ersten Liga vor St. Pölten auf den dritten Platz. Bereits am Freitag haben Tabellenführer SC Wiener Neustadt und Verfolger Admira, die sich am kommenden Dienstag direkt gegenüberstehen, in der 21. Runde der ADEG-Ersten-Liga voll gepunktet.

Die Wiener Neustädter gewannen bei den Red Bull Juniors Salzburg 2:0 und liegen damit weiter drei Punkte vor den Admiranern, die sich vor Heimpublikum gegen Vöcklabruck 3:0 durchsetzten. Im Tabellenkeller kamen Austria Lustenau (2:1 gegen die Austria Amateure) und Grödig (3:0 gegen St. Pölten) zu wichtigen Heimsiegen.

Wacker Innnsbruck - FC Lustenau 3:0 (2:0)
Für die Innsbrucker, die seit vier Spielen unbesiegt sind, war es der sechste Sieg im elften Heimspiel. Die Vorarlberger sind auswärts dagegen weiter sieglos.

Bereits nach sieben Minuten gingen die Hausherren in Führung: Nach einem Eckball von Mario Sara drückte Sammy Koejoe den Ball aus kurzer Distanz über die Linie. Fabiano erhöhte auf 2:0 (15.), indem er eine Maßflanke von Julius Perstaller volley aus sieben Meter übernahm. Und die Innsbrucker blieben weiterhin gefährlich: Ulrich Winkler traf per Kopf nur die Querlatte (26.).

Wacker-Trainer auf Tribüne verbannt
In der zweiten Hälfte dominierten die Innsbrucker weiterhin das Spiel, echte Torchancen waren jedoch vorerst Mangelware. So war die Verbannung von Wacker-Trainer Walter Kogler auf die Tribüne, zum dritten Mal in dieser Saison, vorerst der einzige Höhepunkt (62.).

Riesenwirbel dann um die 80. Minute: Zuerst tanzte Wackers Neuerwerbung Mossoro durch die Lustenauer Abwehrreihen, doch Baldauf klärte auf der Linie. Den Eckball drückte zwar Winkler über die Linie, doch der Unparteiische sah zuvor Handspiel. Cengiz sah dafür Rot, und Marcel Schreter scheiterte mit dem Elfmeter an Tormann Christian Dobnik. Eine Minute später erzielte Schreter aber doch noch das 3:0.

Salzburg Amat. - Wr. Neustadt 0:2 (0:1)
Die Jung-Bullen aus Salzburg bleiben weiter in den Tabellen-Niederungen der Ersten-Liga, gegen die Stronach-Elf aus Wiener Neustadt verhalf den Mozartstädtern auch ein vermeintlicher Blitzstart nicht zu drei Punkten. Nach einem Zweikampf zwischen Margreitter und Ouedraogo ertönte nämlich nach nur 1:56 Minuten der Elfmeterpfiff von Schiedsrichter Schörgenhofer. Vujic trat zum Strafstoß an, doch Torhüter Fornezzi holte den Schuss aus der Ecke. 

In der 18. Minute traf Vujic nach Doppelpass mit Ouedraogo ins Tor, doch der Schiedsrichter-Assistent hatte die Fahne oben, obwohl es ganz klar kein Abseits war. Statt einer möglichen 2:0-Führung gerieten die Salzburger schließlich in Rückstand. Nach der ersten Chance, einem Volley von Wolf, den Jovanovic auf der Linie klärte (23.), kam der Tabellenführer auf, 13 Minuten später ging Wr. Neustadt in Führung. Nach einer Wolf-Flanke kam Margreitter alleine aus kurzer Distanz zum Kopfball und traf zum 1:0. 

Kurz nach Wiederanpfiff erhöhte Sadovic, der im Winter von St. Pölten nach Wr. Neustadt geholt worden war, mit seinem 13. Saisontreffer auf 2:0 (48.). Die Salzburger protestierten heftig, aber vergeblich, da der Schiri-Assistent die Fahne zunächst gehoben, sie dann aber (rechtzeitig) wieder gesenkt hatte. In der 57. Minute traf der Salzburger Schwab mit einem Fernschuss nur die Latte, doch davon abgesehen brachten die Gäste das 2:0 sicher über die Zeit.

Admira - Vöcklabruck 3:0 (0:0)
Die Admira bleibt in der Ersten-Liga im Aufstiegsrennen. Durch das 3:0 sind die Südstädter bei elf Siegen und drei Remis schon 14 Runden in Folge ungeschlagen. Der Rückstand des Tabellen-Zweiten auf Leader Wiener Neustadt beträgt weiter drei Punkte, am Dienstag kommt es in Wiener Neustadt zum Schlager. Vöcklabruck dagegen fiel vom siebenten auf den achten Platz zurück.

Die erste Hälfte hatte wenig Aufregendes zu bieten. Ledezma sorgte noch für die meiste Gefahr im Strafraum der Gäste, diese hatten aber die beste Chance vor dem Seitenwechsel: Hofer zog nach einem Fehler von Dibon von knapp außerhalb des Strafraums ab, Admira-Goalie Mandl wäre geschlagen gewesen, doch der Ball ging an die linke Stange.

Mit dem ersten Treffer der Gastgeber in der 59. Minute löste sich der Admira-Knoten freilich etwas. Nach einem, vom umtriebigen Ledezma erzwungenen, Eckball passte Rene Schicker gekonnt vor das Tor und Friesenbichler staubte den von Vöcklabruck-Torhüter Feuerfeil abprallenden Ball ab. Zwölf Minuten später leistete abermals Schicker die Vorarbeit, Ledezma traf vom "Fünfer" im Fallen. Den Endstand besorgte schließlich Friesenbichler nach einem Fehler der Vöcklabrucker Abwehr (84.).

Grödig - St. Pölten 3:0 (2:0)
Aufsteiger Grödig hat mit einem hochverdienten 3:0 (2:0)-Heimsieg gegen den Tabellendritten St. Pölten einen wichtigen Erfolg im Abstiegskampf der Ersten-Liga verbucht. Die Salzburger rückten mit dem sechsten Saisonsieg auf Tabellenplatz sieben vor. Die favorisierten Niederösterreicher kassierten vor 350 Zuschauern die zweite Niederlage im Frühjahr, sind aber weiterhin Dritter.

Neuzugang Leonardo nutzte in der 28. Minute einen schweren Lapsus der Gäste zum 1:0. Der Brasilianer erlief einen schlechten Rückpass von Unterhuber, ließ Tormann Vollnhofer aussteigen und jubelte wenig später über seinen ersten Treffer für die Salzburger. Ein umstrittener Elfmeter verhalf den Grödigern dann zum 2:0: Derin hatte Viana außerhalb des Strafraums zu Fall gebracht, doch Schiedsrichter Braunschmidt entschied auf Strafstoß, den der gefoulte Viana (38./15. Saisontor) sicher verwertete.

Kurz nachdem der St. Pöltner Speiser wegen wiederholtem Foulspiel Gelb-Rot gesehen hatte, sorgte Grödig-Kapitän Berchtold (63.) nach Zuspiel von Viana aus kurzer Distanz für die Entscheidung. Der Sieg der Grödiger hätte noch höher ausfallen können, die – vor allem offensivschwachen - Gäste verzeichneten in der 77. Minute aus einem Weitschuss von Thürauer ihre beste (und einzige) Chance.

Austria Lustenau - Austria Amateure 2:1 (2:0)
Dank Amadou Rabihou und Sidinei de Oliveira lugt die Lustenauer Austria erstmals nach langer Zeit wieder einmal von einem Nichtabstiegsplatz auf die weite österreichische Fußballwelt. Die beiden Legionäre schossen innerhalb von zwei Minuten (15. bzw. 16.) die entscheidenden Treffer zum vierten Saisonsieg der Vorarlberger vor eigenem Publikum. Die Lustenauer Austria schob sich nach der zweiten Frühjahresrunde damit auf den neunten Platz und liegt nun einen Zähler vor dem DSV Leoben sowie den Red Bull Juniors. Die violetten Amateure, für die Alexander Schriebl (77.) traf, sind weiter auf dem fünften Rang zu finden.

Der Sieg der Hausherren war zwar verdient, am Ende aber glücklich. Die Elf von Trainer Hans Kleer erarbeitete sich vor 2.900 Zuschauern im Reichshofstadion zunächst die besseren Torchancen und profitierte entscheidend von zwei Fehlern von Amateure-Schlussmann Jakubov. Der Torhüter patzte sowohl bei einem Stanglpass von Sobkova, den Rabihou verwertete, als auch bei dem haltbaren Distanzschuss von De Oliveira.

Danach zogen sich die Lustenauer gefährlich weit zurück. Nachdem Schriebl per Fernschuss den Anschlusstreffer erzielt hatte, flatterten daher die Nerven der Heimmannschaft. Die in Orange spielenden Violetten belagerten in den Schlussminuten das Gehäuse der Hausherren, bei der größten Chance traf der Ex-Lustenauer Benjamin Sulimani in der 93. Minute aber nur das Außennetz.

Gratkorn - Leoben 1:1 (1:1)
Keinen Sieger hat das steirische Derby zwischen Gratkorn und dem DSV Leoben gebracht. Die krisengeschüttelten Donawitzer gingen in ihrem ersten Frühjahresauftritt durch einen Freistoßtreffer von Markus Hiden (10.) zwar in Führung, Thomas Zündel (45.) gelang kurz vor dem Pausenpfiff aber der Ausgleichstreffer. Gratkorn bleibt fünf Zähler vor der Abstiegszone weiter auf dem sechsten Rang, die zehntplatzierten Leobener haben sich wegen des Konkurses ohnehin mit dem Abschied aus der zweithöchsten Leistungsklasse mit Saisonende abgefunden.

Der DSV, der aufgrund finanzieller Probleme im Winter sieben Spieler hatten abgeben müssen, zeigte zum Start seiner Abschiedstour eine beherzte Leistung. Hiden bezwang den starken Gratkorn-Schlussmann Schwarz aus 25 Metern per Freistoß, Friess (35.) köpfelte nach einem Eckball knapp über die Latte. Die Hausherren fanden hingegen nie ins Spiel, zeigten auch kämpfereinen Punkt sicherte.

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