Mi, 20. Juni 2018

Kannibalen

12.02.2009 16:38

Amazonas-Indianer töteten Studenten

Fünf Mitglieder des Stammes der Kulina im brasilianischen Amazonas-Gebiet stehen unter dem Verdacht, einen 21-jährigen Studenten getötet und anschließend zum Teil aufgegessen zu haben. Familienangehörige fanden die zerstückelte Leiche des Opfers nach Polizeiangaben in der Nähe des Ortes Envira etwa 1.200 Kilometer von Manaus (Bundesstaat Amazonas) entfernt.

Die Behörden vernahmen nach Medienberichten vom Mittwoch Zeugen, die gesehen haben wollen, wie einige Mitglieder des Stammes Teile des Opfers verzehrt hätten. Die Täter, die auf der Flucht sind, standen bei ihrer Tat möglicherweise unter Drogeneinfluss.

Der Leiche fehlten einige Organe 
Die Tat hat sich den Angaben zufolge bereits Anfang Februar ereignet. Ein Bewohner des Kulina-Dorfes habe bei der Polizei Anzeige erstattet, nachdem die unter Kannibalismus-Verdacht stehenden Männer gegenüber Angehörigen damit geprahlt hatten, Leber und Herz des Studenten gegessen zu haben. Die Leiche des 21-Jährigen wies zahlreiche Messerstiche und Wunden auf. Ein Beamter der Militärpolizei sagte, einige Körperorgane, darunter das Herz, seien nicht mehr auffindbar gewesen.

Vertreter der indigenen Nichtregierungsorganisation (Opan) reagierten mit Unverständnis. "Von solch einem Fall haben wir noch nie gehört. Die Kulinas sind keine Menschenfresser", sagte Opan-Mitglied Luiz Busatto. Zwar seien Fälle von Kannibalismus in anderen Stämmen bekannt. Es habe aber auch bei diesen Gruppen seit Jahren keine Vorfälle mehr gegeben.

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