Fabregas zog sich die Verletzung in der 42. Spielminute bei einem Zweikampf mit seinem spanischen Landsmann Xabi Alonso zu und wurde daraufhin zur Pause ausgewechselt. Wenger unterstellte Alonso keine Absicht. "Es war eine faire Attacke." Alonso überbrachte Fabregas, mit dem er im Juni in Wien gemeinsam den EM-Titel geholt hatte, schon am Montag Genesungswünsche. Der Betroffene selbst hatte bereits nach Spielende die Befürchtung geäußert, dass es sich "um etwas Schlimmeres" handeln könnte.
Lange Verletztenliste bei Arsenal
Diese Befürchtungen bestätigten sich am Dienstag in abschließenden Untersuchungen. Fabregas ist bereits einer von mehreren Leistungsträgern, die Arsenal länger vorgeben muss. Englands Jungstar Theo Walcott fällt nach einer Schulteroperation noch bis Februar aus, Tomas Rosicky hat seit Jänner kein Spiel mehr bestritten. Es gilt als unwahrscheinlich, dass der Tscheche in dieser Saison überhaupt noch spielen kann. Der kroatische Stürmer Eduardo steht nach Schien- und Wadenbeinbruch dafür kurz vor einem Comeback im A-Team.
Arschawin wieder im Gespräch
Fabregas hat sich in den vergangenen Jahren als zentrale Gestalt im Spiel von Arsenal etabliert. "Wir müssen eine Möglichkeit finden, um sein Fehlen auf dem Feld zu kompensieren", erklärte Wenger, der es nicht ausschloss, im Jänner auf dem Transfermarkt zu reagieren. Nach Bekanntwerden der Verletzung waren die "Gunners" zum wiederholten Mal mit dem Russen Andrej Arschawin in Verbindung gebracht worden. Der 27-jährige Regisseur von Zenit St. Petersburg soll allerdings 20 Millionen Pfund (21,2 Millionen Euro) kosten.
Arsenal muss damit auch im Champions-League-Achtelfinale Ende Februar bzw. Anfang März gegen AS Roma ohne Fabregas auskommen. Ein Comeback scheint erst im April möglich. "Wir wissen, dass er sehr hart dafür arbeiten wird. Dennoch gehen wir davon aus, dass es vier Monate dauert", sagte Wenger, der den Spanier diese Saison zum Kapitän gemacht hat. "Ich bin mir sicher, dass er damit umgehen kann. Zu Saisonende kann er uns dann noch einmal einen Schub geben." Derzeit liegen die Londoner in der Premier League nur auf dem enttäuschenden fünften Platz.
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