Zwischenbilanz

Die Herbstsaison im Rückblick

Fußball
16.12.2008 13:18
22 von 36 Runden sind vor der Winterpause der tipp3-Bundesliga ausgetragen worden. Die beste Mannschaft der Herbstsaison war wenig überraschend jene von Red Bull Salzburg, die, obwohl sie ein Spiel weniger bestritt, mit vier Punkten Vorsprung auf Meister Rapid an der Tabellenspitze überwintert. Salzburg hat aber nicht nur die meisten Punkte auf dem Konto, sondern mit 57 Volltreffern (davon 30 Janko-Tore) auch am öftesten eingenetzt. Überhaupt sind deutlich mehr Tore gefallen als im Vorjahr und auch bei den Zuschauern gibt es einen Rekord. Hier kannst du alle interessanten Fakten zur Herbstsaison nachlesen.

PUNKTE: Mit 46 Punkten hat Winterkönig Salzburg heuer um 13 Zähler mehr erkämpft als vor einem Jahr in den ersten 21 Runden und auch um zwei mehr als in der Saison 2006/07, als die Roten Bullen ganz überlegen (plus 19 Zähler vor Ried) den Meistertitel geholt hatten. Aber auch Rapid (22 Spiele), Sturm (21) und die Austria (22) haben in diesem Herbst um aktuell sechs bis neun Punkte mehr auf dem Konto als im Dezember 2007.

Hingegen stürzten Mattersburg (13 gegenüber 31), der LASK (25 zu 35) und Altach (13 zu 23) gegenüber 2007/08 gewaltig ab, während Austria Kärnten um 15 Zähler mehr als vor einem Jahr und Ried ein Punkteplus von vier aufweisen. Absteiger Wacker Innsbruck hatte nach 22 Runden mit 19 Zählern einen mehr als der diesjährige Aufsteiger Kapfenberg.

ZUSCHAUER: Mit dem Schnitt von 9.273 ist das Herbst-Vorjahrsergebnis (9.203) knapp übertroffen worden. Die fünfte Runde verzeichnete mit im Schnitt 12.000 pro Spiel den besten Besuch, während die 10. Runde nur knapp 6.200 pro Match anlockte. Die Nummer eins bei Heim- und Auswärtsspielen war nicht gerade überraschend Titelverteidiger Rapid. Die "Grün-Weißen" lockten zu ihren elf Heimspielen im Schnitt 16.800 Besucher an und zogen mit rund 12.700 auch auswärts mit Abstand am besten.

Mit 23.800 in der 12. Runde gegen Rapid (1:0) verzeichnete Salzburg den Saison-Besucherrekord für ein Match und hatte auch beim 1:0 gegen den LASK in der 5. Runde mit 22.000 die zweitmeisten. In insgesamt 43 Spielen wurden mehr als 10.000 Zuschauer gezählt.

TORE: Mit 358 (Schnitt 3,31) wurde das Vorjahrsergebnis von im Schnitt nur 2,73 deutlich übertroffen. Dafür sorgte nicht zuletzt auch Marc Janko, der mit 30 Toren den Bundesliga-Rekord von Hans Krankl (41 Treffer in der Saison 1977/78) jagt. Aktuell führt der Salzburger gegenüber dem einstigen Rapid-Goleador mit 30:20 Toren. 18 schoss Janko übrigens in Heim-, 12 in Auswärtsspielen, 5 aus Elfmetern, 5 mit dem Kopf. Die 13. Runde brachte mit 31 Treffern (Schnitt 6,2) einen neuen Bundesliga-Zehnerliga-Rekord, der bisher auf 27/Schnitt 5,4 (18. Mai 1976) stand. In der 13. Runde fand die denkwürdige Partie Mattersburg - Sturm (5:6) statt, in der die Grazer zur Pause mit 5:0 führten. Die meisten Tore kassierte Schlusslicht Altach (66), während Salzburg mit 57 die meisten Goals schoss.

VIERERPACK: Erwin Hoffer (beim 7:2 von Rapid in Altach) und Marc Janko (beim 4:3 in Altach) trafen je viermal, wobei der Rapidler seine Tore vor der Pause (8. bis 31. Minute) und der erst zur Halbzeit eingewechselte Salzburger seine Tore nach Seitenwechsel (59. bis 83.) erzielte.

DREIERPACK: Janko (gegen Mattersburg, Kapfenberg, Austria, Kärnten), Maierhofer (LASK, Altach), Hoffer (Altach), Jelavic (Altach), Jancker (Sturm), Acimovic (LASK), Haas (Mattersburg), Adi Filho (Kapfenberg).

HEIM und AUSWÄRTS: Salzburg ist trotz der blamablen 2:5-Schlappe gegen Kapfenberg mit 30 Punkten aus 11 Spielen im eigenen Stadion die Nummer eins vor dem noch ungeschlagenen Trio Rapid, Sturm und Ried (je 27), während Altach mit nur zehn Zählern den letzten Platz einnimmt.

Auswärts hat die Austria mit 18 die meisten Punkte gesammelt, könnte jedoch von Salzburg (16) und Sturm (15) noch überholt werden, falls dieses Duo jeweils sein Nachtragsspiel in Kärnten gewinnt. Mattersburg ist als einzige Elf auswärts noch sieglos.

SERIEN: Gleich zwei Mannschaften schafften sieben Siege in Folge: Salzburg (10. bis 16. Runde) und Sturm (12. bis 18.). Rapid gelangen sechs (3. bis 8.) und Kärnten fünf (6.-10.) volle Erfolge , wobei die Klagenfurter mit 14:0 keinen einzigen Gegentreffer zuließen. Auf elf Heimsiege en suite (ab dem 0:7 gegen Rapid in der vergangenen Saison und bis zum 2:5 gegen Kapfenberg) kamen die Roten Bullen, die auch mit zehn Spielen ohne Niederlage (8-2-0) am längsten ungeschlagen blieben (9. bis 18. Runde). Daheim am längsten unbesiegt ist aber Rapid mit 18 Spielen (15-3-0/51:11 Tore), exakt seit dem 1:3 am 1. Dezember 2007 gegen Salzburg. Rapid und Sturm (jeweils 7-1-0) haben jeweils acht Runden ohne Niederlage überstanden, die Grazer haben in der UPC-Arena 13 Spiele nacheinander (10-3-0) nicht verloren.

Negativ fielen am stärksten Mattersburg und der LASK auf. Die Burgenländer sind 15 Spiele sieglos (0-4-11/8. bis 22. Runde), die Linzer kassierten neun Niederlagen in Folge (12.-20. Runde), wobei sie nur ein Tor schossen und 25 erhielten. Mayrleb war in dieser Phase der letzte (beim 1:3 gegen Altach) und der erste Schütze (beim 1:0 gegen Sturm in der 92. Minute), der scorte. Dazwischen lagen 864 torlose Minuten.

EISERNE: Gleich fünf Akteure, zwei Torhüter und drei Feldspieler, waren bei allen Spielen ihrer Clubs von der ersten bis zur letzten Minute im Einsatz. Thomas Gebauer und Andreas Ulmer bei allen 22 Matches von Ried, Ilia Kandelaki (Sturm) bei den 21 Spielen des SK Sturm, Andreas Schranz und Manuel Ortlechner bei den 20 Begegnungen der Kärntner. Zwölf weitere Akteure durften ebenfalls in allen Spielen ihrer Clubs mitwirken, allerdings aus diversen Gründen nicht die vollen 90 Minuten. Torschützenleader Marc Janko stürmte in 20 der 21 Salzburger Treffen, wurde neunmal ausgewechelt und zweimal eingewechelt.

ELFMETER: Von insgesamt 40 wurden 33 verwertet, fünf gehalten und zwei neben das Tor geschossen. Janko (S) verwandelte fünf von fünf, Naumoski (Mattersburg) fünf von sechs, Acimovic (Austria) 4/4, Liendl (Kapfenberg) 4/4, Drechsel (Ried) 3/4, Hofmann (Rapid) 3/4 und Ailton (Altach) 3/3.

Als wahre Elfertöter erwiesen sich die Altacher Keeper. Krassnitzer blieb gegen Zickler und Naumoski siegreich, Michl gegen Hofmann sowie Haas und musste sich gegen Naumoski erst im Nachschuss geschlagen geben. Das war der einzige Erfolg bei fünf Penaltys gegen die Altacher. Borenitsch (Mattersburg) parierte einen Elfer von Drechsel, Sencar (Kapfenberg) gegen Sturm und Schoppitsch (Altach) gegen Mattersburg trafen das Tor nicht.

TABELLENFÜHRER: Fünf Clubs - Salzburg (1., 3., 5. und ab der 14.), LASK (2., 4.), Sturm (2., 3./bei Berücksichtigung Nachtragsspiel, 6.), Rapid (7.-9.), Austria (10.-13.).

SCHLUSSLICHT (vier Clubs): Mattersburg (1.), Altach (2., 3. und ab der 9.), Kärnten (4., 5.), Kapfenberg (6., 7.).

TRAINERWECHSEL (bei drei Clubs):
Ried (zunächst Georg Zellhofer, vor Bundesliga-Start einvernehmliche Trennung, dann Co Gerhard Schweitzer und ab 10. Juli Paul Gludovatz.

Altach: Heinz Fuchsbichler (bis 30. August), ab 3. September Urs Schönenberger (SUI).

LASK: Klaus Lindenberger löste am 27. Oktober den Kroaten Andrej Panadic ab.

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