So, 19. August 2018

Schwere Detonation

30.10.2008 18:46

Verletzte bei ETA-Anschlag in Spanien

Bei der Explosion einer Autobombe in der nordspanischen Stadt Pamplona sind 17 Menschen verletzt worden. Der Sprengsatz war am Donnerstag auf einem Parkplatz auf dem Gelände der Universität von Navarra detoniert. Die Behörden machten die baskische Untergrundorganisation ETA für den Anschlag verantwortlich.

An den Gebäuden der Hochschule entstanden erhebliche Schäden, mehrere Fahrzeuge gingen in Flammen auf. Die Verletzten erlitten nach Krankenhausangaben Schnittwunden durch umherfliegende Glassplitter, einige klagten über Hörbeschwerden infolge der Druckwelle. Die Polizei ließ nach der Explosion die Gebäude der Universität räumen und den Campus absperren.

Anonymer Anruf warnte vor Bombe
Eine Stunde vor der Detonation hatte ein anonymer Anrufer im Namen der ETA vor der Bombe gewarnt. Die Polizei nahm jedoch keine Absperrungen vor. Sie begründete dies damit, dass der Anrufer keine genauen Angaben gemacht habe, wo die Autobombe sich befand. Nach Angaben des staatlichen Rundfunks RNE war es ein "riesiges Wunder", dass bei dem Anschlag keine Menschen getötet wurden.

Auf die Universität von Navarra in Pamplona wurden in der Vergangenheit bereits sechs Anschläge verübt. Zuletzt waren im Mai 2002 bei der Explosion einer Autobombe drei Menschen leicht verletzt worden. Die private "Universidad de Navarra" steht der katholischen Laienorganisation Opus Dei nahe und gilt als sehr konservativ.

Vier ETA-Mitglieder von Polizei verhaftet
Die spanische Polizei hatte am Dienstag vier mutmaßliche Mitglieder der ETA festgenommen und damit nach eigenen Angaben einen Anschlag verhindert. Pamplona ist die Hauptstadt der an das Baskenland grenzenden Region Navarra.

Die ETA kämpft seit fast 40 Jahren gewaltsam für die Unabhängigkeit des Baskenlandes. Dabei wurden mehr als 820 Menschen getötet. Seit die ETA im Juni 2007 einen Waffenstillstand aufkündigt hatte, nahm die Zahl der Anschläge wieder zu.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.