"Wir können das so nicht stehen lassen", begründete Längle die Entscheidung des Bundesliga-Tabellenschlusslichts. In einem ORF-Interview nach der 0:1-Niederlage gegen Ried hatte ein frustrierter Ailton am Samstag seinen Kollegen unter anderem vorgeworfen: "Für mich ist das keine Profimannschaft." Längle betonte aber auch, dass der 35-Jährige bisher noch keine sonstigen Verfehlungen begangen hätte. "Wir kennen ihn. So schnell werfen wir die Flinte nicht ins Korn", so Längle.
Dass Ailton seinen zum Ende des Interviews mit einem Lächeln geäußerten "Lösungsvorschlag" ("vielleicht nach Brasilien") wahr machen könnte, kann sich Längle nicht vorstellen: "Er hat uns plausibel erklärt, dass er Fußball liebt und dem Verein helfen möchte." Zudem plane der Angreifer, seine Familie nach Vorarlberg zu holen.
Altachs "Kugelblitz" ließ seinen Frust ab
Der Brasilianer hatte nach einem unauffälligen ersten Einsatz in der Startformation des SCR Altach am Samstag seinem Frust freien Lauf gelassen. "Ich bin 35 Jahre alt und habe lange Fußball gespielt. Aber ich habe noch nie ein Spiel wie heute gesehen. Für mich ist das keine Profimannschaft, das ist nicht Profifußball", meinte der nach 60 Minuten ausgewechselte Stürmer nach dem 0:1 gegen die SV Ried in einem Interview gegenüber ORF Vorarlberg.
Trainer Urs Schönenberger hatte nach der Partie gemeint, dass die Leistung Ailtons "zu wenig" gewesen sei. "Auch er muss dafür arbeiten, dass er Bälle bekommt", hatte der Schweizer gemeint. Ailton erklärte hingegen, dass das Spielsystem der Vorarlberger für ihn nicht geeignet sei.
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