Die Zweifel an der ersten WM auf afrikanischem Boden hatten am Mittwoch neue Nahrung erhalten, nachdem bekannt wurde, dass der Stadionneubau in Port Elizabeth nicht rechtzeitig zum Confederations-Cup 2009 fertiggestellt werden kann. Blatter hatte stets betont, dass das Turnier ein Jahr vor der WM der Moment der Wahrheit für Südafrika sein werde. Sollte die WM-Generalprobe misslingen, könnten Alternativpläne aus der Schublade kommen.
Blatter gegen "moderne Sklaverei" im Fußball
Zum möglichen Wechsel von Cristiano Ronaldo von Manchester United zu Real Madrid meinte Blatter: "Wenn der Spieler irgendwo anders spielen will, sollte eine Lösung gefunden werden. Ich bin stets dafür, Spieler zu schützen. Und wenn ein Spieler gehen will, dann soll man ihn gehen lassen."
Blatter forderte beide Clubs auf, sich zu Verhandlungen an einen Tisch zu setzen. Die seit dem Bosman-Urteil 1995 von Spitzenclubs geübte Praxis, ihre Topspieler mit langfristigen Verträgen zu binden, um bei einem vorzeitigen Vereinswechsel hohe Ablösesummen zu erzielen, verurteilte Blatter scharf: "Im Fußball wird zu viel moderne Sklaverei betrieben."
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.