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18.08.2017 - 00:25
Was früher verpönt war, gehört inzwischen sehr wohl zu den guten Sitten.
Foto: Rita Newman

So verhält man sich beim Weihnachtsessen gesittet!

29.11.2016, 08:17

Auch die guten alten Tischsitten unterliegen dem Wandel der Zeit. Was ist bei den anstehenden Firmenfeiern, dem Festessen zu Weihnachten oder zum Jahreswechsel erlaubt, was ist noch verpönt? Die "Krone" sprach mit Experten wie dem Linzer Spitzenkoch Georg Essig über Benimmregeln in unserer modernen Zeit.

Was darf man schneiden, was lässt man auf dem Teller zurück. Wie isst man was?
Salat, Kartoffel Eier: Früher war es unschicklich, große Salatblätter, Spargel, Kartoffel oder Eier mit dem Messer zu zerteilen. "Weil das Messer beschlagen hat, die Spitze schwarz wurde. Das gibt es heute nicht mehr. Zudem werden in guten Lokalen heutzutage Salate wie Blumen gesteckt", wissen Benimm- Experten.
Suppenteller und Dekorationen: Darf man Suppenteller kippen, um den Rest auslöffeln zu können? Was ist mit dekorativen Zutaten? Georg Essig: "Alles, was am Teller ist, ist auch zum Essen - und soll gegessen werden. Viele lassen bei Desserts verwendete Minzblätter übrig, dabei fördert diese die Verdauung besser als ein Schnaps!"
Mitessen vom Nachbarteller: Bei unterschiedlich bestellten Speisen - darf man da vom Teller seiner Begleitung kosten? "Selbstverständlich! Allerdings gibt es einige Restaurants, die dann der Rechnung Zettel beilegen, dass man hier nicht mehr erwünscht ist - dort befürchtet man offenbar, dass gekostet wird, weil’s jemandem nicht schmeckt", meint Essig.
Prosten mit verschiedenen Getränken: Man darf getrost mit Alkohol und alkoholfreien Getränken prosten.
Wohin mit den Händen? Die gehören während des Essens auf den Tisch - aber nur die Hände, das Aufstützen auf die Ellbogen bleibt verpönt.

29.11.2016, 08:17
Johann Haginger, Kronen Zeitung
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