Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
22.08.2017 - 07:59
Foto: Graf / SID

"Man in Black" unter Druck - leugnet Bankraub weiterhin

16.05.2010, 11:42
Der neuerlich verhaftete Mühlviertler Ex-Postbeamte und Ex-Posträuber (47) hat bislang keinen der beiden Überfälle auf eine Raibafiliale in Linz gestanden. Der Verdächtige wird aber durch seinen genetischen Fingerabdruck belastet, der auf jenem Fluchtfahrrad gesichert wurde, das der Raiba-Räuber nach dem ersten Coup am 4. Jänner mit ausgesprungener Kette auf der Straße liegen lassen musste.

Belastend ist auch das Sündenkonto des mutmaßlichen Bankräubers: Schon als Zehnjähriger hatte er sich illegal jene Pistole beschafft, mit der er als 29- Jähriger mehrere Einbrüche verübte und als 32- Jähriger einen Geldtransport in Peilstein überfiel.

Bewegte Vergangenheit

Der bewaffnete Maskenmann stoppte 1996 mit einem gestohlenen Cabrio das Postauto, bedrohte zwei geschockte Geldboten und entkam mit 2,7 Millionen Schilling Pensionsgeldern. In einem Steinbruch riss er den 30- Kilo- Tresor aus dem Postwagen und schleppte ihn drei Kilometer durch den Wald und die Große Mühl. Dabei zog sich der Räuber Verletzungen zu, die ihn tags darauf verrieten.

Er wurde zu acht Jahren Haft verurteilt, war nach sieben Jahren wieder frei – und gleich wieder straffällig: Er bedrohte seine Frau, die ihm für den Raub ein Alibi gegeben hatte.

Nun steht der Mann im Verdacht, zweimal eine Bank beraubt zu haben. Tatsache ist, dass die beiden Überfälle auf dieselbe Kassierin (23) der Raiba- Filiale in der Linzer Herrenstraße von einem etwa 40- bis 50- jährigen Maskenmann verübt worden sind, der jedes Mal mit rund 10.000 Euro Beute entkommen ist.

Beute und DNA gefunden

Tatsache ist auch, dass drei Tage vor dem zweiten Raub der Staatsanwalt den Verdächtigen wegen der DNA- Spur vom ersten Coup festnehmen lassen wollte, doch das Landesgericht einen Haftbefehl ablehnte: Der Gen- Code auf dem Fahrrad sei zwar ein Hinweis, aber kein Beweis.

Deshalb schnappte die Polizei am Freitag in Eigenregie den Tatverdächtigen, als er hundert Minuten nach dem Überfall zum Tatort kam: In Badeschlapfen und rotem T- Shirt. Gefunden wurde bei den anschließenden Ermittlungen die Beute: "Damit liegen Beweise am Tisch", meint ein Ermittler.

von Richard Schmitt, "OÖ Krone" und ooe.krone.at

Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2017 krone.at | Impressum