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26.09.2016 - 12:36
Foto: APA/AFP/dpa/ANDREAS GEBERT, twitter.com, AFP/CHRISTOF STACHE

Attentäter (18) machte Schießübungen mit Vater

05.08.2016, 08:20

Neue Details zum blutigen Amoklauf von München: Laut dem deutschen Magazin "Focus" soll der Vater mit dem 18- Jährigen während eines Iran- Urlaubs im Dezember des Vorjahres Schießübungen absolviert haben . Bisher hatte der Vater immer angegeben, von den Plänen seines Sohnes keine Ahnung gehabt zu haben. Die Staatsanwaltschaft gab "aufgrund andauernder Ermittlungen" keinen Kommentar ab.

In der "Bild am Sonntag" hatte sich der Vater des 18- Jährigen erstmals nach der Bluttat zu Wort gemeldet.  "Mir geht es schlecht. Wir bekommen Morddrohungen. Meine Frau weint seit einer Woche. Unser Leben in München ist erledigt", sagte Masoud S.

Von den Absichten seines Sohnes habe er nichts gewusst, auch von einer Waffe habe er keine Ahnung gehabt. Masoud S. berichtete weiters, dass sein Sohn ihm nie erzählt habe, dass er in der Schule gemobbt wurde. Vor vier Jahren habe er dann jedoch über einen Mitschüler davon erfahren, so der Vater. "Ich habe Ali von der Schule genommen und mit der Lehrerin gesprochen. Einige der mobbenden Mitschüler habe ich angezeigt." Doch die Ermittlungen seien eingestellt worden.

München trauert um die Opfer des Amoklaufs.
Foto: APA/AFP/CHRISTOF STACHE

Fremdenhass trotz iranischer Wurzeln

Der 18- jährige Deutsch- Iraner Ali David S. hatte am 22. Juli im Münchner Olympia- Einkaufszentrum neun Menschen erschossen und sich danach selbst gerichtet. Der Schüler war nach den bisherigen Erkenntnissen von dem rechtsextremen norwegischen Attentäter Anders Behring Breivik sowie dem Winnenden- Amokläufer Tim Kretschmer fasziniert. Außerdem war er stolz auf sein Geburtsdatum, das er sich mit Adolf Hitler teilte.

Seine meist muslimischen Opfer hatten Migrationshintergrund mit Wurzeln etwa in der Türkei oder dem Kosovo. Deshalb wird über Fremdenhass spekuliert. Trotz seiner iranischen Wurzeln sah sich der Attentäter nicht als Ausländer. "Ich bin Deutscher", ist von ihm in einem während der Tat entstandenen Video  zu hören. Die Ermittler verwiesen aber auch auf psychische Probleme des Schülers.

05.08.2016, 08:20
krone.at/AG
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