Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
28.05.2017 - 22:15
Brendan Dassey, einer der Protagonisten von "Making a Murderer", im Jahr 2006
Foto: ASSOCIATED PRESS

"Making a Murderer" beschäftigt weiter Gerichte

18.11.2016, 13:58

Die Doku- Serie "Making a Murderer" über Mängel im US- Justizsystem entwickelt sich mehr und mehr zu einem Dauerbrenner im wahren Leben: Am Montag ordnete ein Richter im Bundesstaat Wisconsin die sofortige Haftentlassung von Brendan Dassey an, einem der beiden Protagonisten der Netflix- Serie - nun hat ein Berufungsgericht die Anordnung wieder ausgesetzt.

Der 27- Jährige bleibe in Haft, teilte Wisconsins Generalstaatsanwalt Brad Schimel am Donnerstag mit. Erst am Montag hatte Richter William Duffin angeordnet, dass Dassey bis zum Berufungsverfahren zur Aufhebung seines Mordurteils unter Auflagen freikommen solle. Schimel stellte daraufhin einen Eilantrag gegen die Entscheidung.

Dassey und sein Onkel Steven Avery verbüßen seit über neun Jahren eine lebenslängliche Haftstrafe. Avery wurde im Jahr 2007 des Mordes an einer jungen Frau im Jahr 2005 schuldig gesprochen, sein Neffe soll ihm dabei geholfen haben. Die Netflix- Dokumentation deckte jedoch eine Reihe von Schlampereien, wenn nicht sogar Manipulationen, bei den Ermittlungen auf sowie weitere Ungereimtheiten, bei denen sich die Frage stellt, ob vor allem Dassey nicht zu Unrecht im Gefängnis sitzt.

Steven Avery bei seiner Festnahme und im Jahr 2015
Foto: Netflix, APA/AFP/Wisconsin DOC

Das Urteil gegen die beiden Männer beruht vor allem auf dem Geständnis des damals 16- jährigen, geistig zurückgebliebenen Dassey. Er legte das Geständnis unter fragwürdigen Bedingungen ab. Im August hatte Richter Duffin das Urteil gegen Dassey aufgehoben und seine Haftentlassung angeordnet. Die Staatsanwaltschaft legte Berufung ein.

Brendan Dassey bei einer Anhörung 2010
Foto: ASSOCIATED PRESS

Nach Beginn der Serie im Dezember 2015 wurden immer wieder Rufe nach der Freilassung Dasseys und seines Onkels laut. In einer Petition an das Weiße Haus verlangten knapp 130.000 Unterzeichner ihre Begnadigung. Das Weiße Haus erklärte sich jedoch aus juristischen Verfahrensgründen für nicht zuständig.

18.11.2016, 13:58
AG/red
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2017 krone.at | Impressum