Nach der anhaltenden Talfahrt in der Bundesliga, die mit dem Debakel am Sonntag ihren unrühmlichen Höhepunkt fand, sah sich der Tabellensiebente zum Handeln gezwungen. Am Montagvormittag musste Labbadia dem Vorstand Rapport erstatten, während Moniz bereits das Training auf dem Rasen leitete. Labbadia hatte es nicht geschafft, aus der mit herausragenden Individualisten gespickten Mannschaft eine Einheit zu formen.
Auf der HSV-Website stand nach dem Rauswurf zu lesen: "Wir haben die sportliche Situation analysiert und nach den Gesprächen entschieden, dass wir so nicht weitermachen können und wollen. Die jüngsten Auftritte gegen Mainz 05, den FC Fulham und in Hoffenheim haben bei uns den Eindruck erweckt, dass wir etwas ändern müssen. Die Entscheidung, mit Bruno Labbadia nicht mehr weiterarbeiten zu können, ist uns sehr schwer gefallen. Der Trainer war sehr engagiert und hat vom ersten bis zum letzten Tag vollen Einsatz für den Verein gezeigt. Wir sind davon überzeugt, dass Ricardo Moniz die Prozentpunkte aus der Mannschaft herausholt, die zuletzt gefehlt haben."
Duell gegen Fulham
Der HSV muss am Donnerstag in der Europa League zum Halbfinal-Rückspiel gegen Fulham antreten. Da die Hamburger höchstwahrscheinlich in der Liga einen internationalen Startplatz verpassen werden, soll die Chance über den Europacup genutzt werden. Hofmann traut Moniz auch diese Aufgabe zu: "Er ist ein Kenner des englischen Fußballs und kann die Mannschaft somit bestens auf das wichtige Rückspiel vorbereiten und einstellen."
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