Di, 22. Mai 2018

Transparenz-Liste:

14.08.2017 16:34

Viel "Zubrot" für die Landtagsabgeordneten

Exakt 6566,82 Euro, 14-mal brutto im Jahr, verdient ein einfacher Landtagsabgeordneter in Oberösterreich. Da das Mandat grundsätzlich nebenberuflich angelegt ist, verdienen die meisten anderswo noch was dazu. Wo und wie viel ungefähr, darüber gibt eine Liste nach dem Unvereinbarkeits- und Transparenz-Gesetz Auskunft.

Die jüngste Version mit der Angabe des durchschnittlichen monatlichen Bruttoeinkommens für 2015 und 2016 in fünf Größenkategorien ist kürzlich auf der Landtags-Homepage online gegangen.
Großverdiener in der Kategorie 5, über 10.000 € durchschnittliches Monatsbrutto, gibt es nur drei, wobei eine vorübergehende Newcomerin dabei ist: Doris Hummer, die nach ihrer Abwahl aus dem ÖVP-Regierungsteam nach der Wahl 2015 wieder Unternehmerin wurde. WKO-Präsidentin wurde sie erst heuer - da Hummer aus dem Landtag ausscheidet, wird sie nicht mehr auf diese Liste kommen. Primar Walter Aichinger (ÖVP) ist, wie in den Vorjahren, wieder ein "Fünfer"; der 2015 neu in den Landtag gekommene FPÖler Peter Handlos als Verkaufsleiter bei der Herbert Handlos GmbH gehört nun auch zur Spitze.

Voest-Betriebsratschef verdient kräftig dazu
Der Best-Zusatzverdiener unter den SPÖ-Abgeordneten ist Voest-Betriebsratschef Hans Karl Schaller, 2015/16 der einzige "Vierer" im Landtag, was ein nebenpolitisches Monatsbrutto zwischen 7001 und 10.000 € bedeutet. Anderswo sorgen selbst politische Spitzenfunktionen nicht für üppiges Zubrot: Maria Buchmayr, Abgeordnete und zugleich Landessprecherin (also Parteichefin) der Grünen in Oberösterreich, meldet nur aus einer Aufsichtsratsfunktion Kategorie 1, also ein Zusatzeinkommen von bis zu 1000 Euro brutto.

Sieben ohne Nebeneinkommen
Von diesen "Einsern" gibt es 13 im Landtag. Weitere je 16 fallen in die Kategorien 2 und 3; die "Zweier" haben 1001 bis 3500 € Monatsbrutto zusätzlich zur Politiker-Gage, die "Dreier" verdienen von 3501 bis 7000 Euro dazu. In diese Kategorie fallen auch Multifunktionäre wie ÖVP-Manager Wolfgang Hattmannsdorfer, die man höher einschätzen würde. Sieben Abgeordnete haben für 2016 keine Zusatzverdienste gemeldet, weil sie als Klubobleute oder im Landtagspräsidium hauptberuflich tätig sind - oder weil sie, wie die zwei SPÖlerinnen Roswitha Bauer und Gisela Peutlberger-Naderer, nichts dazuverdienten.

Werner Pöchinger, Kronenzeitung

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