So, 17. Dezember 2017

Ständige Notlösungen

10.08.2017 06:17

"Ur-Wiener" bekommen keine Gemeindewohnung

Milena, gerade mal ein halbes Jahr alt, lebt mit ihren Geschwistern Sophie, Leonie, Daniel, Noel-Elias sowie ihren Eltern Sabrina und Bobby Höflinger auf kleinen 67 Quadratmetern in Wien-Ottakring. Obwohl die "Ur-Wiener" Familie alle Kriterien für eine Gemeindewohnung erfüllt, wartet sie seit Jahren auf ein größeres Zuhause.

Zur Vorgeschichte: 2013 erhielt Vater Bobby - damals arbeitslos - eine Notfallwohnung über die Caritas. Der Informatiker steht mittlerweile wieder in Lohn und Brot. 2015 mietete er regulär Quartiere an, bemüht sich parallel dazu um eine Gemeindewohnung. "Jetzt sind wir sieben Leute auf 67 Quadratmetern. Wir steigen uns gegenseitig auf die Füße, bräuchten etwas Größeres. Egal, in welchem Bezirk", sagt Höflinger.

Kommission erkennt keinen dringenden Wohnbedarf
Trotz Bittbriefen an Magistrat und Rathaus blitzte Familie Höflinger zuletzt auch bei der Wohnungskommission ab. Diese konnte keinen dringenden Wohnbedarf erkennen. Solche Unverfrorenheit bringt FPÖ-Gemeinderat Günter Kasal in Rage: "Die Vergaberichtlinien von Wiener Wohnen müssen endlich überdacht werden. Einheimische Familien müssen rascher zu sozialem Wohnraum kommen als Neuankömmlinge oder Schein-Asylanten."

Alex Schönherr, Kronen Zeitung

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