Di, 23. Jänner 2018

Tierhasser geht um

13.07.2017 16:25

Ärztin rettete vergiftete Hunde

Ein gemeiner Tierhasser versuchte in Großraming, zwei Hunde zu töten: Er vergiftete die Tiere auf dem privaten Grundstück der Besitzer! Eine Tierärztin konnte die Vierbeiner aber retten.

Beide Hunde, eine sechsjährige Mischlingshündin und ein vierjähriger Yorkshire Terrier, wurden ganz plötzlich krank, litten an Durchfall und Erbrechen. Es war so schlimm, dass ihre Besitzerin aus Großraming mit den beiden Lieblingen in die Tierklinik Steyr fuhr. Dort konnte eine Tierärztin das Leben des Hundepaares retten - weil es rechtzeitig eingeliefert wurde. Nach drei Tagen stationärer Behandlung durften die Tiere wieder nach Hause. Doch die Diagnose war erschütternd: Vergiftung! Die Polizei wurde eingeschaltet und ermittelte, dass offenbar ein Tierhasser mehrere vergiftete Köder von einem vorbeiführenden Gehweg aus über den Gartenzaun auf das private Grundstück der Hundebesitzerin in Großraming geworfen hatte. Die Vierbeiner haben ihn beide gefressen. Der Vorfall passierte bereits vor einer Woche, der Täter blieb jedoch ein Phantom. Die Halterin machte keine Angaben zu einem möglichen Quäler oder dessen Motiv.

Hunde-Vergifter kommen in vielen Fällen unerkannt davon: Erst im April dieses Jahres starben zwei Zuchthunde in Kematen an der Krems nach einem Giftanschlag, bei dem den Tieren Frostschutzmittel ins Trinkwasser gemischt wurde. Die Bernhardiner waren 40.000 Euro wert. Und in St. Georgen am Fillmannsbach fraß der Appenzeller Sennenhund "Willi" beim Gassigehen einen Giftköder mit der Substanz "Carbamat" - auch hier war der Tierarzt die Rettung, konnte den kranken Hund kurieren.
Beide Tierquäler kamen mit ihren Verbrechen ungeschoren davon - die Ermittlungen sind schwierig.

Jasmin Gaderer, Kronen Zeitung

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