Mo, 20. November 2017

Wasserrettung:

11.07.2017 19:00

„Bei Sturmwarnung sofort ans Ufer!“

Immer wieder geraten Freizeitkapitäne in Lebensgefahr, weil die Sturmwarnung auf den heimischen Seen zu spät oder gar nicht beachtet wird. Wie zuletzt am Traunsee, wo bekanntlich Touristen mit ihren Schlauchbooten bei heftigen Böen aus  ihren Notlagen gerettet werden mussten. Wie man richtig bei einer Sturmwarnung reagiert, das berichtet Gerald Berger, Chef der Wasserrettung OÖ.

Wer ist eigentlich für die Alarmierung der Sturmwarnung zuständig?

Das wird von der ZAMG in Salzburg aus gemacht, sie schalten die Leuchten der Sturmwarnungen an den Ufern des Seen ein.

Wo genau?

An den großen Seen wie dem Traunsee, Attersee, Hallstättersee und dem Wolfgangsee.

Ab wann wird da alarmiert?

Wenn ein Sturm ab einer Stärke von 60 Stundenkilometern erwartet wird.

Wie soll darauf reagiert werden?

Die Leute, die mit ihren Booten draußen am See sind sollten auf dem kürzesten und direktesten Weg zum Ufer zurück kommen.

Was bedeutet die Warnung für die Wasserretter?

Wir schauen zuerst, was am See los ist und fahren mit den Booten hinaus, um alles zu kontrollieren und ob jemand in Not geraten ist.

Oftmals wird die Sturmwarnung auch ignoriert.

Es kann auch sein, dass sie jemandem nicht so ins Auge fällt, weil die Sonne scheint. Andere unterschätzen die Gefahren, dass ohnehin nichts Schlimmes passiert.

Einige hoffen sogar auf stürmische Verhältnisse.

Es gibt Kitesurfer und Segler, für sie ist die Sturmwarnung das Startsignal.

Johannes Nöbauer, Kronen Zeitung

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