Mo, 11. Dezember 2017

Mutter angezeigt:

03.07.2017 07:00

Mit Kindern im Auto betrunken Zug gerammt

Unfassbar verantwortungslos zeigte sich eine Mutter (32) in Ried/Innkreis, die sich mit 1,36 Promille hinters Steuer ihres Autos setzte und auch noch ihre beiden Kinder mitnahm. Ohne anzuhalten fuhr die Slowenin in eine Eisenbahnkreuzung und rammte einen Triebwagen. Mutter und Kinder hatten einen Schutzengel, überstanden den lebensgefährlichen Crash leicht verletzt.

Selbst lang gediente Polizisten, die aufgrund ihrer Berufserfahrung kaum noch etwas erschüttern kann, zeigen sich über das rücksichtslose Verhalten dieser Mutter entsetzt: "Ein völliger Wahnsinn, so etwas zu tun!"

Kinder waren mit an Bord
Die gebürtige Slowenin war am frühen Samstagabend, kurz nach 19 Uhr,  mit ihrem zehnjährigen Sohn und ihrer sechsjährigen Tochter im Auto am Steinbauerweg in Ried im Innkreis  Richtung B 143 unterwegs. An einer Eisenbahnkreuzung, die mit einem Andreaskreuz und einer Stopptafel gesichert ist, versuchte sie ohne anzuhalten  drüberzufahren. Dabei übersah die Betrunkene, dass gerade ein aus Ried kommender ÖBB-Triebwagen angebraust kam. Laut Augenzeugen hatte der Triebwagenlenker zuvor auch Hupsignale abgegeben.
Beide Fahrzeuge kollidierten im rechten Winkel. Der Pkw wurde vom Zug im Bereich der Beifahrerseite erfasst und rund 15 Meter weit in ein Weizenfeld geschleudert. An dem dunkelblauen BMW-Kombi entstand Totalschaden. Die Slowenin und ihre Kinder hatten dabei mehrere Schutzengel - sie überlebten die Kollision leicht verletzt und konnten sich aus dem demolierten BMW befreien.

Mutter hatte 1,36 Promille intus
"Bei unserer Ankunft wurden sie schon  notärztlich versorgt und dann mit der Rettung zur Kontrolle ins Krankenhaus gebracht", sagt Feuerwehr-Kommandant Mario Stangel.
Ein bei der Slowenin durchgeführter Alkotest verlief positiv: Sie hatte 1,36 Promille im Blut. Der Frau wurde an Ort und Stelle der Führerschein abgenommen.
Der Triebwagen wurde ebenfalls erheblich beschädigt. Die Insassen, darunter eine 20-köpfige Schülergruppe, blieben bei dem Unglück unverletzt, erlitten einen Schock. Die zehn- bis zwölfjährigen Kinder wurden von Mitarbeitern des Kriseninterventionsteams betreut, per Bus abgeholt.

Gefährlciher Bahnübergang
Laut FF-Chef Stangel kam es an diesem Bahnübergang in den vergangenen Jahren schon mehrfach zu spektakulären Unfällen, die jeweils ohne Todesopfer ausgingen.

Jürgen Pachner

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