Mi, 22. November 2017

Martin Dirisamer

08.05.2017 13:16

Linzer zählt zu den einflussreichsten Forschern!

Grund zum Feiern hat der junge Linzer Augenarzt Martin Dirisamer: Er wurde vom internationalen Facharztmagazin "The Ophthalmologist" zu einem der 50 zukünftig einflussreichsten Spezialisten in seinem Fach gewählt. Seine Forschung im Bereich der Hornhauttransplantation wird weltweit beachtet. Die "Krone" erreichte ihn am Telefon.

"Krone": Gratulation! Aber wie schafft man es eigentlich auf die Liste der "Rising Stars"?
Martin Dirisamer: Andere Fachärzte schlagen einen vor, das sind stets unabhängige Kollegen, die meine Arbeit sehr schätzen, das freut mich sehr. Ich bin auch der einzige Österreicher auf dieser Liste.

"Krone": Ein wichtiger Grund war sicher Ihre Forschung.
Dirisamer: Ja, ich arbeitete in den Niederlanden an minimalinvasiven Hornhauttransplantationen. Dabei braucht man weniger Spenderzellen als bei den herkömmlichen Operationstechniken.

"Krone": Wem kommt diese neue Technik zugute?
Dirisamer: Patienten, die einen Hornhautschaden erlitten haben oder an einer speziellen Erkrankung leiden.



"Krone": Sie wollen aber noch weiter gehen und mehr erreichen.
Dirisamer: Ich möchte es schaffen, in Zukunft komplett ohne fremde Zellen auszukommen. Aber da hat man es als junger Arzt in Europa eher schwer, jemanden zu überzeugen. Deshalb bin ich oft in den Vereinigten Staaten.

"Krone": Dort ist man offener für Ihre innovativen Ideen?
Dirisamer: Schon, ja. Daheim glaubt man eher einem Mediziner mit weißem Bart, in Übersee, wo ich gerade Vorträge bei einem Kongress  halte, ist das Gegenteil der Fall.

"Krone": Sie haben in Linz eine Augenarztpraxis.
Dirisamer: Nicht nur. Drei Tage in der Woche arbeite und forsche ich in München.

Jasmin Gaderer, Kronen Zeitung

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