Fr, 17. November 2017

Neue Brücke für Linz

30.03.2017 10:13

„Meinung des Umweltanwalts spielt keine Rolle“

Für Furore sorgt die brisante Stellungnahme des Umweltanwalts zur neuen Donaubrücke, von der die "Krone" zuerst berichtete. Laut SPÖ-Bürgermeister Klaus Luger und FPÖ-Planungsstadtrat Markus Hein beschäftigt sich Martin Donat hier mit Dingen, die "null komma nix mit dem gegenständlichen Verfahren" zu tun haben. Die Stadt fürchtet keinerlei Schwierigkeiten mit dem Naturschutz.

An der Brücke, deren Zufahrten und der mangelhaften Vorausplanung der Stadt hatte Umweltanwalt Donat einiges auszusetzen. Das Projekt würde zu isoliert betrachtet, überregionale Öffiverbindungen, die Erweiterung des Parkbad-Areals und der Tabakfabrik würden nicht mitbedacht. Zudem fehlen wichtige Angaben zu Immissionen.

Bürgermeister und Verkehrsstadtrat sind erbost
Erbost über die Kritik sind Luger und Hein: Donat würde seine Nase in Angelegenheiten stecken, die ihn gar nichts angehen. Es gehe ja um das straßenrechtliche Verfahren, konkret darum, bei der Brücke eine Gemeindestraße zu verordnen. Hein sagt: "Für die RegioTram Gallneukirchen etwa, die wir laut Donat miteinbinden sollen, gibt’s noch nicht einmal eine Trasse! Und was hat das Parkbad mit der Brücke zu tun?" Harte Worte findet auch Luger: "Ich respektiere jede private Meinung, aber ob Donat das Projekt städtebaulich gefällt, spielt überhaupt keine Rolle. Angaben zu Immissionen brauchen wir beim Ersatzbau, der genauso zwei Fahrspuren hat wie die alte Brücke, nicht. Wir erwarten uns mit der Straßenbahn ja Besserungen für die Luft! Wenn es jetzt schon problematisch ist, den öffentlichen Verkehr auszubauen, dann Hut ab." Unterlagen müssen Luger zufolge nicht nachgereicht werden.

Lisa Prearo, Kronen Zeitung

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