Do, 26. April 2018

Hungerkatastrophe

22.03.2017 06:28

Turkish Airlines fliegt Lebensmittel nach Somalia

Am Horn von Afrika sorgt eine schwere Dürre für Hungerkatastrophen in Somalia und Nordkenia. Seit fast einem Jahr hat es in der Region nicht mehr geregnet, die Vereinten Nationen sprechen angesichts der Hungersnot in Somalia von der größten humanitären Krise nach dem Zweiten Weltkrieg. Die türkische Fluglinie Turkish Airlines bringt nun auf Initiative einiger Hollywood-, Sport- und Social-Media-Stars gratis Lebensmittel in die Region.

Turkish Airlines ist die einzige kommerzielle Fluggesellschaft, die nach Somalia fliegt. Schauspieler Ben Stiller oder Footballspieler Colin Kaepernick hatten in Internetvideos via Social Media dazu aufgerufen, den Menschen in Somalia zu helfen. Kurz Zeit später gab es die Zusage von Turkish Airlines, den Transport der Lebensmittel zu übernehmen.

Bereits zwei Millionen Dollar gespendet
Nachdem das Transportflugzeug zugesichert war, starteten die Promis eine Spendenaktion auf gofundme.com, um genügend Geld für Lebensmittel zusammenzutrommeln. In zehn Tagen sollte eigentlich eine Million Dollar gesammelt werden. Nach nur wenigen Stunden wurde diese Summe allerdings schon übertroffen, bisher wurden fast zwei Millionen Dollar gespendet.

Am 27. März soll die erste 60-Tonnen-Lieferung nach Somalia fliegen. Für die Lieferung der Nahrungsmittel werden Reis, Speiseöl, Mehl oder Zucker in Istanbul eingekauft - als Dank für die tatkräftige Unterstützung durch die türkische Fluggesellschaft.

Sechs Millionen Menschen auf Hilfe angewiesen
Die schwere Dürre und die darauffolgende Hungerkatastrophe zwingen derzeit Tausende Menschen auf der Suche nach Hilfe zur Flucht in die Städte. In der Hauptstadt Mogadischu kamen zuletzt täglich Lastwagen mit Hunderten hilfsbedürftigen Menschen aus schwer betroffenen Dürregebieten an.

Mindestens 32 Menschen starben allein am vergangen Wochenende in den Regionen Gedo und Lower Juba, wie ein örtlicher Beamter und ein Dorfvorsteher am Dienstag mitteilten. Mehr als sechs Millionen Menschen sind aktuell auf humanitäre Hilfe angewiesen.

Michaela Braune
Michaela Braune

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