Sa, 21. Oktober 2017

Wieder mehr Probleme

12.02.2017 18:20

Deutschkurs und Drogen machen Bahnhof zum Hotspot

Der Linzer Hauptbahnhof bleibt eine große Problemzone: Am Samstag kam es erneut zu einem Zwischenfall. Ein 18-jähriger irakischer Asylwerber schlug dabei auf einen 20-jährigen afghanischen Asylwerber ein und verletzte ihn am Auge. Das Opfer wurde ins Uni-Klinikum eingeliefert. Polizei-Insider vermuten Drogengeschäfte als Hintergrund der Prügelei.

Der aktuelle Raufhandel ereignete sich am Samstag gegen 16 Uhr: Ein 18-jähriger Asylwerber aus dem Irak attackierte vor dem McDonald’s einen 20-jährigen Asylwerber aus Afghanistan, schlug ihm aufs rechte Auge. Als der Afghane zu Boden ging, drosch ihm der Iraker nochmals mit der Faust ins Gesicht. Der verletzte Afghane wurde ins Uni-Klinikum eingeliefert. Der amtsbekannte Täter konnte wenig später in seiner Asylunterkunft in der Kärntner Straße 8 also unweit des Bahnhofs gestellt werden.

Vorfälle häufen sich
Derzeit häufen sich die Vorfälle am Linzer Bahnhof: So musste am Mittwoch die McDonald’s-Filiale evakuiert werden, weil drei Ausländer Pfefferspray versprüht hatten. Am 4. Februar war ein 16-Jähriger aus Alberndorf beraubt worden.

Es gab noch zwei weitere Raubüberfälle. Besonders markant war die Auseinandersetzung eines Linzers (26) am 22. Jänner mit zwei Burschen in der Straßenbahn. Als die Tram im Bahnhof einlief, wurde er von 10 Burschen attackiert.

Mehrere Gründe für Probleme
Polizei-Insider sehen mehrere Gründe, warum sich der Linzer Bahnhof derzeit immer wieder in einen Hexenkessel verwandelt: Zum einen kommen aus vielen Bezirken Asylwerber zu Deutschkursen nach Linz, die oft im benachbarten Wissensturm stattfinden. Am Nachmittag treffen sich die Jugendlichen am Bahnhof, wo es warm ist und es freies WLAN gibt. Die Auseinandersetzungen dürften aber auch mit dem Drogenkonsum und -handel der jungen Asylwerber erklärbar sein. Der Hauptbahnhof gilt als Drehscheibe. Tatsächlich sind seit einer Gesetzesänderung im Sommer in Linz mehr als 100 Dealer verhaftet worden. Zum Großteil soll es sich um Asylwerber handeln.

Christoph Gantner, Kronen Zeitung

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