Do, 23. November 2017

Großbrand:

22.01.2017 17:40

Bei minus 14 Grad wurde Löscheinsatz zur Qual

Es war ein Kampf gegen Flammen und Eis! Bei einem nächtlichen Stallbrand in Tragwein mussten die Feuerwehrleute bis an ihre Grenzen gehen. Es galt, bei minus 14 Grad eine 2,5 Kilometer lange Steigleitung zu legen. Sogar das verdampfende Löschwasser gefror sofort. Zwei Pferde und eine Katze kamen in dem Feuer um.

Ein Autofahrer schlug um 4.28 Uhr Alarm: Er hatte das Feuer beim Vorbeifahren bemerkt. "Wir haben von unserem Rüsthaus fast direkt hingesehen", berichtet Einsatzleiter und Kommandant Daniel Schützenhofer von der FF Tragwein über den spektakulären Einsatz. Der Feuerschein in dem landwirtschaftlichen Anwesen war so groß, dass die Feuerwehr bereits bei der Anfahrt Alarmstufe 2 auslöste. Tatsächlich war in einem Pferdestall mit fünf Boxen ein Großbrand ausgebrochen. Der Besitzer informierte die insgesamt neun  anrückenden Feuerwehren, dass sich zwei Pferde noch im Inneren befanden - und dass sich eine Hochspannungsleitung über dem Stallgebäude befand.
Die extreme Kälte machte die Löscharbeiten zur Qual. Besonders schwierig war die Wasserzufuhr: Die Helfer mussten eine insgesamt
2,5 Kilometer lange Steigleitung legen, berichtet Schützenhofer. Die Brandursache war am Sonntag noch unklar und wird erst ermittelt. Zwei Pferde und eine Katze verendeten, das Gebäude, landwirtschaftliche Geräte und ein Auto wurden zerstört.

Christoph Gantner/Kronen Zeitung

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