So, 27. Mai 2018

Fundermax

23.08.2016 16:24

Dicke Luft um Abfälle legt sich

Im Verfahren um das Verfeuern von Altholz und Bahnschwellen hat der Platten-Produzent "Fundermax" jetzt grünes Licht von der Behörde bekommen. Obwohl eine Zunahme von Luftschadstoffen befürchtet wurde, soll die Situation sogar verbessert werden, heißt es. Investitionen sind geplant.

"Wir wollen das Holz stofflich nutzen und die Abfälle und das Altholz erst dann thermisch verwerten", erklärt Fundermax-Geschäftsführer Rene Haberl. Um so die Wertschöpfung zu steigern, hat sich das 430-Mitarbeiter-Unternehmen seit Jahren um die Genehmigung bemüht, den Brennstoff-Mix zu ändern. Weil Anrainer durch die vermehrte Verwertung von Bahnschwellen und Altholz eine Zunahme der Schadstoffe befürchteten, wurde das Verfahren aber beeinsprucht.

Nicht zuletzt durch die kritisierte Abfall-Verwertung in Zementwerken ist die Sorge rund um die Einbringung von Klärschlämmen und Kunststoffabfällen - wie es auch bei "Fundermax" der Fall ist, groß. Jetzt ist der Bescheid der Behörde aber da - und die dicke Luft dürfte sich verziehen: Durch eine neue Rauchgasreinigung können die Gesamtstaubwerte um 25 Prozent, die Stickoxid-Werte um 41 Prozent reduziert werden, heißt es. Haberl: "Es ist gelungen, seit 2005 den Co2-Ausstoß um 30 Prozent zu reduzieren." Durch die thermische Nutzung wird Ökostrom ins Netz eingespeist, Abwärme wird für die Produktion genutzt. Mit der Restwärme können 4000 Haushalte versorgt werden.

"Fundermax" arbeitet in St. Veit derzeit an einem 20-Millionen-Euro-Investitionsprogramm. Eine neue "Flüssigbeschichtungsanlage" wird errichtet. 30 neue Arbeitsplätze werden dadurch geschaffen, heißt es.

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