Mo, 20. November 2017

Neue Direktionen

08.07.2016 14:25

Wrabetz-Rivale Richard Grasl will ORF umbauen

ORF-Finanzdirektor Richard Grasl will im Fall seiner Bestellung zum ORF-Generaldirektor die Fachbereichsdirektionen des öffentlich-rechtlichen Senders neu aufstellen. Gegenüber den "Salzburger Nachrichten" erklärte Grasl darüber hinaus, dass er fix mit einer Radiodirektion plane.

Neben der Generaldirektion sind laut ORF-Gesetz vier weitere Fachbereichsdirektionen in der Geschäftsführung des Senders vorgesehen. Derzeit sind das die Fernsehdirektion, die Radiodirektion, die Kaufmännische Direktion sowie die Technische Direktion. "Ich möchte die Direktionen künftig stärker in Richtung Kunden und Produkte und weniger in Richtung interne Verwaltung aufstellen", erklärte Grasl am Freitag.

Grasls Konzept sieht demnach Direktionen für TV Programm, TV Information, Radio sowie den Bereich Digital/Online vor. Die bisherigen Direktionen für Finanzen und Technik könnten demnach in die Generaldirektion eingegliedert oder anderweitig zugeordnet werden. "Dazu führe ich noch Gespräche", sagte Grasl.

Grasl fordert eigene Radio-Direktion
Wichtig ist dem Finanzdirektor jedenfalls, dass es weiterhin eine eigene Radiodirektion gibt. "Das Radio ist das ORF-Medium mit den meisten Kundenkontakten. Da braucht es eine starke Stimme in der Geschäftsführung", erklärte Grasl. In den "Salzburger Nachrichten" sprach sich der Finanzdirektor zudem gegen einen zentralen Info-Chef aus. "Auch gegen eine Sammlung von Chefredakteuren unter der Generaldirektion."

Ein solches Modell mit Chefredakteuren für verschiedene Medien und Kanäle unter der Verantwortung des Generaldirektors ließ zuletzt ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz, der bei der ORF-Wahl am 9. August gegen Grasl antritt, in einem Zeitungsinterview anklingen. Ob auch Wrabetz weiter mit einer eigenen Radiodirektion plant, ließ dieser zuletzt offen. Im Vorjahr hatte der ORF-Chef mit einem Geschäftsbereichskonzept sympathisiert, das keine eigene Radiodirektion mehr vorsah.

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