Do, 23. November 2017

Win-Win-Deal

05.12.2015 11:01

OMV übernimmt 66 Tankstellen von „Sprit-Rebell“

Lebensmittelkonzerne schließen sich mit Mineralölunternehmen zusammen und arbeiten sich gegenseitig zu. Mit diesem Konzept baute der Salzburger "Sprit-Rebell" Markus Friesacher 66 Tankstellen auf, sechs davon in Slowenien. Der jährliche Umsatz beträgt 200 Millionen Euro. Nun folgt der Verkauf: "Ich hatte sehr viele Kaufanfragen aus dem Ausland, aber ich habe mich für die OMV entschieden."

Die Sensation gelang dem Anifer Unternehmer, der den Tankstellenmarkt 2009 gehörig aufwirbelte: "Hochwertiger Sprit zu günstigen Preisen", war sein Credo, die Strategie, die er über seine FE-Trading und Kooperationspartner Hofer fuhr, ging blendend auf. Automaten-Tankstellen sparten Personal, die Frequenz des Lebensmittel-Diskonters brachte die Kundschaft in Scharen.

66 Tankstellen baute Friesacher bis jetzt auf, der jährliche Umsatz: 200 Millionen Euro. Er habe sich beim Verkauf nun "für die OMV entschieden, weil die Kommunikation bestens gepasst hat". "Und das Unternehmen bleibt in österreichischer Hand, das war mir wichtig", verrät er der "Krone". Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart, klar ist aber, dass der Deal für beide Unternehmen ein Gewinn ist.

Für Kunden bleibt alles gleich
OMV mit dem neuen und höchst erfolgreichen CEO Rainer Seele und Vorstand Manfred Leitner haben die Übernahme mit Friesacher vereinbart, die im Laufe des Jahres 2016 stattfinden wird. Dem deutschen Manager Seele traut man vieles zu, er verfügt international und vor allem in Russland über exzellente Kontakte.

Was ändert sich aber für den Kunden? "Im Grunde gar nichts", sagt Markus Friesacher: "Das Branding mit Hofer bleibt bestehen, alle Standorte der Tankstellen und der Firmensitz in Anif mit seinen Mitarbeitern auch. Die günstigeren Preise werden beibehalten. Mein Kerngeschäft bleibt die MF-Gruppe und bei den Lkws mit meiner AP-Trading, wo wir expandieren."

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