Mo, 11. Dezember 2017

Grausiger Sexhandel

14.08.2015 06:07

IS vertritt eine "Theologie der Vergewaltigung"

Der Islamische Staat vertritt eine wahre "Theologie der Vergewaltigung", wie ein Bericht der "New York Times" festhält. Vor allem junge Mädchen aus eroberten Gebieten werden systematisch als Sexsklavinnen ausgebeutet und dienen auch als Lockmittel für am IS interessierte junge Männer aus dem Westen oder anderen Teilen der Welt. Um diesen Wahnsinn zu verwalten, wurde sogar eine eigene Bürokratie aufgebaut, die sich nur um die Verteilung der Sexsklavinnen kümmert.

Betroffen sind laut der US-Zeitung davon vor allem Menschen jesidischen Glaubens, die der Terrormiliz in den vergangenen Monaten auf ihren Eroberungszügen in die Hände gefallen seien. 5270 Jesiden habe der IS im Vorjahr verschleppt, zumindest 3144 von ihnen seien noch immer in Gefangenschaft.

"Er hat mich vergewaltigt, um Gott näherzukommen"
Darunter seien überwiegend junge Frauen, die sowohl verdienten Kämpfern als auch neuen Rekruten zu ihrem sexuellen Vergnügen angedient würden. "Immer wenn er zu mir kam und mich vergewaltigte, behauptete er, damit zu beten und Gott näherzukommen", berichtete etwa eine heute 15-Jährige, die vor einem Jahr durch den IS entführt wurde, mittlerweile aber flüchten konnte. "Ich erklärte ihm, dass dem nicht so sei, und dass es durch den Koran sogar verboten ist. Aber er glaubte mir nicht."

Experten beobachten mittlerweile, dass die Terrormiliz diese Kultur der Vergewaltigung und sexuellen Ausbeutung von Frauen zunehmend auch theologisch zu untermauern versucht. Dies geht aus zahlreichen internen Memos und Aufzeichnungen von Diskussionen in den Reihen des IS hervor. Sklaverei wird hier mit einer verzerrten Wiedergabe von Texten aus dem Koran gerechtfertigt, jeder sexuelle Übergriff als mutig und wichtiger Schritt für einen gläubigen Moslem gefeiert.

Grauenhafter Sexhandel vor allem mit "Teufelsanbetern"
Warum vor allem Jesiden von diesem grauenhaften Sexhandel betroffen sind, erklärt Matthew Barber von der Universität Chicago damit, dass diese ihren Glauben vor allem mündlich weitergeben. Damit würden sie vom IS als "Teufelsanbeter" betrachtet, während etwa Juden und Christen durch ihre Heiligen Schriften einen gewissen Schutz durch den Koran genießen würden - selbst aus der verzerrten Sicht der Dschihadisten.

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