So, 18. Februar 2018

"Global Peace Index"

15.06.2015 07:43

Österreich ist das drittfriedlichste Land der Erde

Das vergangene Jahr war ein besonders gewaltgeprägtes Jahr, in dem die meisten Kriege seit Beginn dieses Jahrtausends geführt wurden. Das geht aus dem jährlich erhobenen "Global Peace Index" des Internationalen Friedensinstitutes in Stockholm (SIPRI) hervor. Österreich bleibt dagegen im internationalen Vergleich weiter die oft zitierte "Insel der Seligen" und ist laut dem Ranking das drittfriedlichste Land auf dem Globus.

Der SIPRI-Jahresbericht 2015 wurde am Montag in Stockholm präsentiert. Den darin enthaltenen Friedensindex erstellt das Institut jährlich für 162 Staaten weltweit aus 22 Indikatoren: von der Beteiligung an Kriegen über interne Auseinandersetzungen, Verbrechensraten und Häftlingszahlen über Waffenim- und -exporte bis zu politischer Stabilität und der Einhaltung der Menschenrechte.

Syrien absolutes Schlusslicht des Rankings
Die friedfertigsten Staaten der Erde sind demnach Island, Dänemark - und eben Österreich, das damit den früheren Spitzenreiter Neuseeland und auch die Schweiz hinter sich lässt. Am unteren Ende der Skala finden sich, wenig überraschend, Somalia, der Irak, der Südsudan, Afghanistan und schließlich, als absolutes Schlusslicht, Syrien.

Ungeachtet dieser Friedensoasen lautet eine der Hauptaussagen des Berichtes: Der positive Trend der letzten Dekade mit einem globalen Rückgang gewalttätiger Auseinandersetzungen und einem effektiveren Konfliktmanagement ist Geschichte, wie der weitgehende Zusammenbruch staatlicher Strukturen in Syrien, dem Irak und Libyen einerseits und der Rückgang zwischenstaatlicher wie innerstaatlicher Sicherheit in Europa - vom Ukraine-Konflikt bis zu den islamistischen Anschlägen von Paris - zeigt.

Rüstungsausgaben gingen weltweit leicht zurück
Ungeachtet der zahlreichen kriegerischen Auseinandersetzungen stiegen die weltweiten Rüstungsausgaben im vergangenen Jahr nicht an, gegenüber 2013 gingen sie sogar um bescheidene 0,4 Prozent zurück - halten aber bei immer noch schwer vorstellbaren 1,776 Billionen Dollar ( (1,591 Billionen Euro). Für die Reduktion sorgten hier vor allem die USA und Westeuropa, während im Rest der Welt, allen voran in Osteuropa und Afrika, die Militärbudgets weiter erhöht wurden.

Ambivalent auch die Entwicklung im Bereich der atomaren Rüstung: Die Zahl der atomaren Sprengköpfe ging 2014 weiter zurück, sie wurden laut SIPRI von 16.350 auf 15.850 reduziert - primär durch den zwar langsameren, aber weiter durchgeführten Abbau der nuklearen Arsenale von USA und Russland, die gemeinsam über mehr als 90 Prozent aller Atomwaffen verfügen. Gleichzeitig registriert SIPRI aber, dass sowohl die beiden Atom-Supermächte als auch alle anderen Staaten mit Nuklearwaffen (Großbritannien, Frankreich, China, Indien, Pakistan, Israel und Nordkorea) an der Modernisierung ihrer Nuklear-Arsenale arbeiten und folglich keinerlei Absicht haben, die atomare Bewaffnung als militärisches Konzept in absehbarer Zeit gänzlich aufzugeben.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden