Mi, 21. Februar 2018

Versuch gescheitert

09.06.2015 12:40

NASA testete Riesenfallschirm für Mars-Missionen

Zur Vorbereitung künftiger Mars-Landungen hat die US-Weltraumbehörde NASA zum bereits zweiten Mal eine Art "fliegende Untertasse" mit einem riesigen Landefallschirm getestet. Bei dem Test, den die NASA am Montag live übertrug, lief allerdings erneut nicht alles glatt: Der Schirm scheint erneut gerissen zu sein (siehe Video).

Nach mehrtägiger wetterbedingter Verzögerung startete von einem Militärstützpunkt im US-Staat Hawaii ein riesiger Heliumballon mit dem neuartigen Gefährt. Nach drei Stunden Fahrt wurde die drei Tonnen schwere "Untertasse" entkoppelt und von einer Rakete in eine Höhe von knapp 55 Kilometern über dem Pazifik gebracht. Danach sollte das Gefährt dank des bisher größten Fallschirms heil zur Erde zurückkehren. Der Fallschirm von 30 Metern Durchmesser öffnete sich allerdings nicht vollständig.

Bei ersten Versuch zeriss der Fallschirm
Die NASA wollte erst sich nach der Auswertung des Flugdatenschreibers eingehender zu dem Test äußern. Der erste Test hatte vor knapp einem Jahr stattgefunden. Damals zerriss der Fallschirm in Fetzen, sodass das Gefährt ins Meer stürzte. In der Zwischenzeit modifizierten die Techniker der US-Weltraumbehörde den Fallschirm.

Nach Angaben der NASA handelte es sich um den "größten jemals eingesetzten Fallschirm". Der Monsterschirm der neuen Generation Supersonic Ringsail Parachute musste ein Gewicht von 3.088 Kilogramm bewältigen - so viel wiegt die "fliegende Untertasse". Er könnte aber den Angaben zufolge sogar noch größere Lasten sanft zu Boden gleiten lassen.

Dritter Test für Sommer 2016 geplant
Da die Atmosphäre des Mars sehr dünn ist, müssen Fallschirme, die die Landung von Raumgefährten ermöglichen sollen, besonders stark sein. Die neue Generation von Fallschirmen, die derzeit getestet wird, soll bemannte Mars-Missionen möglich machen. Ein dritter Test ist für den Sommer 2016 geplant.

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