Mo, 22. Jänner 2018

Entdeckung im All

07.04.2006 12:07

Uranus-Ringe sind blau und rot gefärbt

Forscher haben zwei neue Ringe des Uranus entdeckt. Sie sind blau und rot gefärbt und haben Ähnlichkeit mit Saturnringen. Die Erklärung für das Phänomen der Färbung wird damit bestätigt – herumfliegende Teilchen reflektieren das Licht einmal stärker und einmal schwächer.

In dem blauen Ring wurde ein Mond entdeckt - wie bereits bei einem anderen äußeren Ring von blauer Farbe. Die Wissenschaftler um Imke de Pater (University of California) vermuten, dass die Monde größere Weltraumpartikel an sich binden, und dass die verbleibenden leichten Teile mehr blaues Licht reflektieren als die schwereren im All schwebenden Teile bei den roten Ringen.

Der jüngst entdeckte und äußerste Uranusring ähnelt mit seiner blauen Farbe und dem eingebetteten Mond Mab stark Saturns blauem E-Ring, der in der Umlaufbahn des Mondes Enceladus liegt.

Quelle dieser Ringpartikel sind jeweils die im Ring eingebetteten Monde. Während aber Saturns Mond Enceladus aktiv ist und ständig kleine Staub- und Eispartikel in seine Umlaufbahn schleudert, jagen beim Uranus-Mond Mab, der ein inaktiver und felsiger Körper ist, Meteoriteneinschläge Trümmer ganz verschiedener Größen in die Mondumlaufbahn.

Ähnlichkeiten fanden die Forscher auch zwischen Saturns G-Ring und dem inneren der neu entdeckten Uranusringe. Beide erscheinen rötlich und enthalten vermutlich Partikel verschiedener Größen, die unterschiedliche Wellenlängen reflektieren. Die rote Farbe dominiert hier nach Vermutung der Forscher nicht nur wegen der vielen größeren Partikel - mit Ausmaßen von einigen Mikrometern bis zu Metern - sondern auch, weil das Material selbst eine rötliche Farbe haben könnte.
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