Sa, 16. Dezember 2017

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11.03.2015 15:47

Schlepper halten heimische Justiz auf Trab

Einbrüche, Schlepperei, Scheinanmeldungen – Hunderte Akten durchlaufen jedes Jahr die Staatsanwaltschaft und das Landesgericht in Eisenstadt. "Trotz Mehraufwand dauert ein Fall von der Anzeige bis zum Abschluss im Schnitt 2,6 Monate", heißt es. Größtes Medienecho rief der Prozess um Helene Fischer hervor.

Alle Hände voll zu tun gab es im vergangenen Jahr im Landesgericht. Während im Vergleich zu 2013 die Verfahren gegen bekannte Täter mit mehr als 1900 ungefähr gleich geblieben sind, stieg die Zahl der Anzeigen gegen Unbekannt um 13 Prozent auf 2100 an. Leicht gesunken ist die Zahl der Strafverfahren, die in die Zuständigkeit der Bezirksgerichte fallen – insgesamt 6200.

Als Ergänzung zu kriminalpolizeilichen Ermittlungen erließ die Staatsanwaltschaft 650 Anordnungen, von Festnahmen bis zu Hausdurchsuchungen. Hinzu kommen Anordnungen, die in der eigenen Entscheidungsgewalt liegen, wie Obduktionen. 503 Verdächtige wurden in U-Haft genommen, 472 waren es 2013. "Fast 2000 Verfahren wurden abgeschlossen", betont Leiter Johann Fuchs.

Ermittlungen gegen Schlepper
Ein Schwerpunkt betraf 2014 das Schlepperwesen. Gegen 298 Verdächtige wurde ermittelt, 130 mussten in U-Haft. Zudem beschäftigten die Staatsanwaltschaft Ermittlungen wegen Scheinanmeldungen mit 47 Anklagen . "Aus unserer Sicht sind alle Fälle abgeschlossen", so Sprecherin Verena Strnad.

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